Apples September-Event: Was wir bei iPhone, Apple Watch und Co. erwarten

Die wichtigste Apple-Veranstaltung des Jahres: Am Mittwoch werden wohl iPhone 14, Apple Watch Series 8 und noch mehr gezeigt. Ein Überblick, was kommen kann.

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Tim Cook mit iPads

Apple-Chef Tim Cook bei einer früheren Keynote.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan
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Apple ist in diesem Jahr richtig früh dran. Fanden die iPhone-Keynotes in den letzten Jahren stets Mitte September statt, wechselt der Konzern im Jahr 2022 auf Anfang des Monats. Am kommenden Mittwoch (7.9.) ist es dann also schon soweit: iPhone 14 und Co. feiern ihre Weltpremiere.

Das iPhone-Event 2022 wird endlich wieder einmal eine Kombination aus virtueller und Live-Veranstaltung – ähnlich wie die WWDC 2022 im Sommer, wenn auch etwas kleiner. Apple wird die eigentliche Produktpräsentation zwar wohl wie gehabt als Video abfahren, hat sich aber zumindest ausgewählte Journalisten in den Apple Park nach Cupertino eingeladen, um ihnen die neuen Produkte auch gleich zeigen zu können.

Und davon gibt es eine ganze Menge. Da wären zunächst einmal wohl insgesamt vier neue iPhone-Modelle, wie man dies auch schon aus den letzten Jahren kennt. Neben zwei "normalen" Varianten sollen auch wieder zwei Pro-Modelle erscheinen. Das 6,1 Zoll große iPhone 14 löst das iPhone 13 ab und kommt wohl mit besserer Kamera und etwas mehr Akkulaufzeit, soll aber wohl das alte SoC A15 Bionic aus dem Vorgänger behalten – ein Novum für Apple. Das iPhone 14 Plus (das zwischenzeitlich auch unter dem Namen iPhone 14 Max durch die Gerüchteküche geisterte) löst das iPhone 13 mini ab und kommt wohl mit 6,7-Zoll-Display. Die kompakten iPhones mit 5,4 Zoll würden dann beerdigt.

Immerhin soll es bei iPhone 14 und 14 Plus nun wohl 6 statt 4 GByte RAM geben, auf der Rückseite könnte die verbesserte Ultraweitwinkel aus dem iPhone 13 Pro landen und ein neues 5G-Modem (X65) von Qualcomm verspricht mehr Power bei weniger Stromverbrauch. Auch die Selfie-Kamera könnte aufs iPhone-13-Pro-Niveau gehoben werden – mit f/1.9-Blende und Autofokus.

Interessanter als die regulären 14er iPhones sind die beiden neuen Pro-Modelle, bei denen Apple ebenso am Innenleben wie am Design schraubt. Statt dem üblichen Notch, der Einkerbung mit TrueDepth-Gesichtserkennungssensor für Face ID und Selfie-Kamera, soll es nun eine Kombination aus runder Selfie-Kamera und pillenförmigem Face-ID-Modul geben. Beides würde zu einer länglich-ovalen "Pille", in deren Mitte neue Anzeigeelemente für aktive Kamera oder aktives Mikrofon sitzen. Durch die leichte Verkleinerung des Elements könnte Apple mehr Elemente im Interface unterbringen, etwa um endlich die alte Akkuanzeige wiederzubeleben.

Weiterhin werden das iPhone 14 Pro (6,1 Zoll) und das iPhone 14 Pro Max (6,7 Zoll) wohl den neuen A16-SoC bekommen, erstmals ein Always-On-Display mitbringen, wie man es aus der Apple Watch kennt, sowie eine verbesserte rückwärtige Kamera an Bord haben. Das Always-on-Display soll unter anderem Benachrichtigungen beherrschen und Farb- und Tiefeneffekte zeigen. Die Preise aller neuen iPhones könnten – nicht nur wegen der zunehmenden Inflation – teurer werden: Apple plant angeblich, alle Modelle gleich standardmäßig mit 256 GByte Flash auszurüsten und dafür dann die Tarife anzupassen. Bei den Pro-Modellen soll es zudem etwas größere Akkus geben.

Lange schon diskutiert wird außerdem ein neuer Satellitenfunkmodus, mit dem es möglich würde, Notrufe per iMessage (als Text und Sprache) abzusetzen. Ob das Feature nur den Pro-Modellen vorbehalten bleibt oder alle iPhone-14-Geräte umfasst, ist unklar.

Zweite wichtige Produktvorstellung der Keynote wird wohl die Apple Watch Series 8. Sie soll wohl nur wenig Neuerungen gegenüber der Series 7 mitbringen, darunter einen Körpertemperatursensor, der aber wohl nicht als Fiebermesseinrichtung verwendet werden kann. Angeblich verwendet Apple erneut das alte System-in-Package (SiP) aus Series 6 und 7, beschleunigt die Uhr also nicht. Ein Nachfolger der Apple Watch Edition soll wiederum die Apple Watch Pro sein – die spannend wird: Das Modell soll besonders robust werden, einen größeren Bildschirm (47 mm) haben und erstmals ein neues, kantigeres Design. Weiterhin könnte Apple eine neue Version der Einsteigeruhr Apple Watch SE präsentieren. Die Series 3 wird endlich eingestampft.

An weiteren Keynote-Neuerungen erwarten wir außerdem eine überfällige Überarbeitung der AirPods Pro mit Bluetooth LE Audio und neuem H2-Chip. Apple dürfte zudem die Finalversion von iOS 16 präsentieren, die dann zeitnah erscheinen wird. Ob das auch bei den am Mittwoch angekündigten Geräten der Fall ist, bleibt abzuwarten: Gerade sind in China erneut Zero-COVID-Lockdowns in mehreren Städten angelaufen, in denen auch Apple-Produktionsstätten liegen sollen.

Egal was auch bei der Keynote am Mittwoch auch zu sehen ist: Mac & i berichtet wie üblich mit einem Liveticker im Minutenprotokoll. Nach dem Event wird es außerdem einen Livestream auf heise.de und YouTube geben, bei dem wir die Neuerungen analysieren.

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(bsc)