Apples Time Machine läuft endlich mit APFS

Bislang waren Backups auf externen Medien mit dem neuen Dateisystem nicht möglich. In Big Sur erbarmt sich der Konzern.

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Time Machine ist schon lange Teil von macOS.

(Bild: Apple)

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Big Sur kommt mit einer Funktion, die Apple-Nutzer seit Einführung des Apple File System (APFS) vermisst haben: Die Kompatibilität des proprietären Dateisystems mit dem Backup-Verfahren Time Machine auf externen Medien. Das berichten Entwickler, die die Beta von macOS 11 ausprobieren konnten.

Wenn man bislang Sicherungen mit der im Betriebssystem eingebauten Technik vornehmen wollte, mussten an den Mac angeschlossene Festplatten und SSDs stets mit dem alten Dateisystem HFS+ formatiert sein, obwohl APFS längst auf allen macOS-Maschinen Standard ist – erstmals eingeführt mit macOS 10.13 alias High Sierra. Nun ändert sich dies endlich – bereits die erste Beta von Big Sur scheint problemlos Backups mit APFS-Volumes anlegen zu können. (Lokale Backups auf dem APFS-Standardmedium waren schon zuvor nutzbar.)

Die Time-Machine-Einstellungen akzeptieren externe APFS-Medien, wie dies bislang nur bei HFS+-Volumes der Fall war – und auch die Sicherung arbeitet wie gewünscht. Eine Neuformatierung von APFS-Medien im HFS+-Format, die bei Time-Machine-Aktivierung bislang notwendig war, entfällt. Der Vorgang läuft transparent, es scheint keinen Unterschied zu HFS+ zu geben, wie sich dies viele Nutzer auch gewünscht hatten. Time Machine legt stündliche Backups für die letzten 24 Stunden an, tägliche Backups für den vergangenen Monat sowie wöchentliche Backups für die vergangenen Monate – jeweils bis die Platte voll ist. Die ältesten Backups werden anschließend schrittweise gelöscht.

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APFS ist für reguläre Festplatten indes nicht unbedingt empfehlenswert, da es spezifisch für SSDs optimiert ist und mechanische Harddisks sogar ausbremsen kann. Entsprechend muss man überlegen, wie sinnvoll der Übergang zu HFS+ ist. Verwender externer SSDs, die sich mehr und mehr durchsetzen, können allerdings ohne Performance-Verlust wechseln und auf das modernere Dateisystem umsteigen.

Mit iOS 14 beziehungsweise iPadOS 14 führt Apple noch eine weitere APFS-Verbesserung ein: Künftig kommen die Mobilgeräte in der Dateien-App auch mit verschlüsselten APFS-Medien zurecht. So kann man etwa eine externe, geschützte APFS-SSD an sein iPad Pro anschließen und diese dann direkt entschlüsseln und bearbeiten. (bsc)