Analyst: Apples eigene 5G-Modems noch nicht im iPhone 15

Das dürfte Qualcomm freuen: Apple muss offenbar weiterhin 5G-Modems von dem Hersteller beziehen. Ein eigener Chip soll wohl nicht rechtzeitig fertig werden.

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Fotos-App auf dem iPhone

(Bild: natmac stock / Shutterstock.com)

Von
  • Malte Kirchner

Qualcomm behält Apple wohl auch im Jahr 2023 als Großkunden für 5G-Modems. Apples Bemühungen, einen eigenen Modem-Chip schon im kommenden Jahr mit dem iPhone 15 einzuführen, seien wohl gescheitert, erklärte der Analyst Ming-Chi Kuo auf Twitter. Kuo unterhält gute Kontakte in die Zulieferindustrie in Asien. Apple hatte für die Entwicklung eigener Chips im Jahr 2019 die Modem-Sparte von Intel übernommen.

Die Nachricht kommt überraschend, da Verantwortliche von Qualcomm Investoren bereits davor gewarnt hatten, dass 80 Prozent der Geschäftsaktivitäten mit Apple im Jahr 2023 wegfallen könnten. Brancheninsider halten es aber weiterhin für möglich, dass Apple 2023 zumindest bei einem Gerät mit geringeren Absatzzahlen – etwa einem iPad – erste Gehversuche mit einem eigenen Modem-Chip wagen könnte. Das iPhone sei allein wegen der hohen Stückzahlen eine große Herausforderung.

Bei Apples Bemühungen um einen Modemchip geht es vor allem um zusätzliche Leistung und Energieeffizienz. Zudem dürften bei dem Volumen an benötigten Chips auch die Margen für das iPhone steigen, wenn Apple die Entwicklung selbst übernimmt. Angeblich wird an dem Modem schon seit fünf Jahren entwickelt. Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung haben wohl auch Niederlassungen in Deutschland.

Hinzu kommt, dass Apple und Qualcomm im Streit um Patente und Zahlungen vor Gericht aneinander geraten waren. Letztlich einigten sie sich aber, zumal Apple mit der Verwendung von Intel-Modem-Chips recht glücklos unterwegs war und immer wieder von Nutzerberichten zu lesen war, die über Verbindungsabbrüche klagten.

Apple soll aktuell einen Lizenzvertrag mit Qualcomm mit einer Laufzeit von sechs Jahren haben, der um zwei Jahre verlängert werden kann. Dieser wurde im Jahr 2019 geschlossen. Damit wäre noch bis zum Jahr 2027 Zeit, eine eigene Lösung für Modem-Chips fertigzustellen.

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(mki)