Apples iMovie bearbeitet jetzt HDR-Videos

Die iOS-Videoschnitt-App kann jetzt mit High-Dynamic-Range-Videos umgehen, die etwa vom iPhone 12 aufgenommen wurden. Auch GarageBand erhält neue Funktionen.

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Apple-Werbefilm für Dolby-Vision-Aufnahmen.

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

iMovie erhält wichtige neue Funktionen: Das Videoschnittprogramm unterstützt jetzt Videos mit hohem Dynamikumfang (High Dynamic Range – HDR), wie sie etwa das iPhone 12 aufzeichnen kann. HDR-Videos lassen sich mit iMovie 2.3 anzeigen, bearbeiten und teilen, wie Apple mitteilte.

Voraussetzung zur Arbeit mit HDR-Dateien ist neuere Hardware: Der Hersteller nennt als Mindestvoraussetzung iPhone 8 Plus, iPhone X oder iPhone SE 2020. Für die HDR-Bearbeitung auf Tablets ist mindestens ein iPad 7, iPad mini 5, iPad Air 3 oder iPad Pro 10,5" erforderlich. iMovie 2.3 lässt sich nur unter iOS respektive iPadOS 14 installieren.

Bislang unterstützt nur die iOS-Version von iMovie HDR-Videos, die Mac-Version hat noch kein Update erhalten. Apple hat auch noch eine Aktualisierung für seine Profi-Videoschnittprogramm Final Cut Pro in Aussicht gestellt, das dann ebenfalls Support für die mit dem iPhone 12 (Pro) gemachten HDR-Aufnahmen mit Dolby Vision nachliefern soll – einen konkreter Termin wurde nicht genannt. iPhone 12 und 12 Pro sind seit Freitag im Handel. Das Dolby-Vision-Grading erfolgt laut Apple live bei der Aufnahme und soll bei der Bearbeitung beibehalten werden. Neben iMovie kann auch die in iOS integrierte Fotos-App mit den HDR-Videos umgehen.

iMovie 2.3 stellt außerdem neue Funktionen rund um die Gestaltung von Titeln zur Verfügung, so lassen sich diese mit verschiedenen Schriften und Farben gestalten sowie leichter per Geste in Größe und Position anpassen. Die App stellt außerdem neue animierte Titel bereit und erlaubt das Hinzufügen von Hintergründen zu Filmen. Neu ist außerdem, dass Nutzer 4K-Videoprojekte jetzt mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) exportieren können, bislang war der 4K-Export auf 30 fps begrenzt.

Parallel hat Apple die Musikbearbeitung GarageBand aktualisiert, auch hier gibt es derzeit nur ein Update für die iOS-Version. Über das Schnellaktionenmenü auf dem Homescreen lassen sich nun direkt neue Audioaufnahmen starten, dafür muss das GarageBand-Icon kurz gedrückt gehalten werden. Bei Standardtempo beträgt die maximale Songlänge nun 72 statt 23 Minuten, schreibt Apple außerdem in den Veröffentlichungsnotizen. Ein neues Soundpaket enthält 150 Keyboard-Loops und "50 Instrument-Patches wie Pianos, Orgeln und E-Pianos", so der Hersteller. GarageBand 2.3.9 setzt jetzt ebenfalls iOS 14 voraus.

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(lbe)