Apples iPhone 14 und 14 Pro sind da: Groß, größer und mit Satellitennotruf

15 Jahre nach dem ersten iPhone bringt Apple iPhone 14 und 14 Pro auf den Markt, darunter ein neues Plus-Modell. In den USA streicht Apple den SIM-Kartenslot.

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iPhone 14 Pro

Apples neues iPhone 14 Pro.

(Bild: Sebastian Trepesch)

Von
  • Leo Becker
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Hallo iPhone 14: Apple hat am Mittwochabend die jüngste iPhone-Generation vorgestellt, die in neuen Größen angeboten wird. Neben dem iPhone 14 mit 6,1"-Display wird Apple eine neue, wieder "Plus" genannte Ausführung mit 6,7"-Display auf den Markt bringen. Diese Größe gab es bislang nur im teuren "Pro Max". Für das Plus-Modell verspricht der Hersteller eine besonders lange Akkulaufzeit.

Das kompakte iPhone mini ist zugleich komplett aus dem neuen Line-Up gestrichen worden, das Vorjahresmodell iPhone 13 mini verkauft Apple weiter – zum unveränderten Preis von knapp 800 Euro.

Im iPhone 14 steckt Apples im vergangenen Jahr mit dem iPhone 13 vorgestellter A15-Bionic-Chip mit sechs Prozessorkernen und der 5-Core-GPU, die bislang nur in den Pro-Modellen zum Einsatz kam. Das Dual-Kamerasystem hat Apple überarbeitet: Die Hauptkamera (26mm Weitwinkel) setzt auf einen größeren Sensor und ein lichtstärkeres Objektiv mit einer Blende von f/1,5. Unverändert ist auch ein Ultraweitwinkelobjektiv an Bord. Die Frontkamera verfügt erstmals über einen Autofokus, wie Apple erklärte.

Das OLED-Display bietet eine Auflösung von 2532 x 1170 Pixel beim 6,1"-Modell oder 2778 x 1284 Pixel beim neuen iPhone 14 Plus mit 6,7"-Bildschirm. Als Maximalhelligkeit im Normaleinsatz gibt Apple 800 Nits an, bei HDR-Inhalten soll dies bis 1200 Nits reichen.

iPhone 14 und iPhone 14 Plus (16 Bilder)

Das iPhone 14 gibt es nur noch in zwei Größen, das Mini ist offenbar Geschichte.

In den USA verlässt sich das iPhone 14 und 14 Pro erstmals komplett auf das integrierte Gespann aus zwei eSIMs für Mobilfunkverbindungen. Ein klassischer SIM-Kartenslot fehlt dort also. In Deutschland bleibt das Steckfach für klassische SIM-Karten bei iPhone 14 und 14 Pro erhalten – es lässt sich also weiterhin eine physische SIM-Karte und eine der beiden eSIMs für den Dual-SIM-Betrieb verwenden.

Ebenso wie die neue Apple Watch soll auch das iPhone 14 mit verbesserten Beschleunigungssensoren mehrere Formen von Autounfällen erkennen, etwa Auffahrunfälle und Überschläge. Das iPhone kontaktiert in einem solchen Fall Notrufzentrale, Notfallkontakte und übermittelt dabei auch den Unfallort, betonte Apple.

Über Satellitenfunk bieten iPhone 14 und 14 Pro zudem eine ganz neue Notruffunktion, die auch fernab von Mobilfunknetzen oder in einem Funkloch eine Verbindung herstellen kann. Neben der Kontaktierung einer Rettungsleitstelle mit Textnachrichten soll sich per Satellit auch der Standort über Apples "Wo ist?"-Dienst teilen lassen. Telefoniefunktionen scheinen über diese Verbindung nicht vorgesehen. Der Satellitennotruf ist für zwei Jahre kostenlos und wird zu Beginn nur in Nordamerika verfügbar sein, so Apple.

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Das iPhone 14 kostet mit 128 GByte Speicher – ebenso wie das iPhone 13 im Vorjahr – 800 US-Dollar. In Deutschland steigt der Preis allerdings von 900 auf nun 1000 Euro. 256 GByte kosten 130 Euro Aufpreis, für 512 GByte zahlt man 1390 Euro. Für das Plus-Modell veranschlagt Apple Preise ab 1150 Euro (128 GByte), wiederum mit Aufpreisen zwischen 130 und 390 Euro für mehr Speicherplatz. Das iPhone 14 bietet Apple in den Farbvarianten Mitternacht, Violett, Polarstern, Rot und Blau an.

Beim iPhone 14 Pro hat Apple den prominenten Notch verändert. Die Aussparung im oberen Bildschirmbereich, hinter der Face-ID-Sensoren und Kamera versteckt sind, ist nun pillenförmig. Apple nennt sie "Dynamic Island" und legt eine je nach Anwendung unterschiedliche Bedienoberfläche für Benachrichtigungen und Touch-Interaktionen drumherum.

Die Pro-Reihe erhält außerdem erstmals bei einem iPhone ein Always-On-Display, das den in iOS 16 überarbeiteten Sperrbildschirm dauerhaft anzeigt – mitsamt Widgets und Live-Aktivitäten. Dafür schaltet das 120-Hertz-Display die Bildwiederholrate auf 1 Hertz herunter. An den Display-Größen ändert sich nichts: Die Pro-Reihe gibt es mit einer Diagonale von 6,1 oder 6,7 Zoll.

iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max (15 Bilder)

Das iPhone 14 Pro kommt in den Farben Space Black, Silber, Gold und Deep Purple.

Der 6-Kern-Prozessor des neuen A16-Chips setzt unverändert auf ein Gespann aus vier Effizienzkernen sowie zwei Hochleistungskernen, die nun aber bis zu 20 Prozent weniger Strom verbrauchen, verspricht Apple. Der Hersteller bezeichnete seinen Chip erneut als schnellsten und zugleich sparsamsten in der Branche.

Einen großen Sprung verspricht Apple erwartungsgemäß bei dem integrierten Dreikamerasystem mit einem neuen Quad-Pixel-Sensor (48 Megapixel) für die Hauptkamera (Weitwinkel). Sie soll so je nach Aufnahme in der Lage sein, jeweils 4 Pixel für die Ausgabe eines 12-Megapixel-Bildes zusammenzufassen und so vier Mal mehr Licht für detailliertere Bilder in dunkleren Umgebungen auffangen. Es sei aber auch möglich in voller 48-Megapixel-Auflösung in ProRAW zu schießen, um dann mehr Details bei der Nachbearbeitung zur Verfügung zu haben.

Der Einstiegspreis des iPhone 14 Pro erhöht sich um 150 Euro auf nun 1300 Euro (der US-Preis ohne Steuern bleibt bei 999 Dollar), das Pro Max verkauft Apple ab 1450 Euro. 256 GByte kosten jeweils wiederum 130 Euro Aufpreis und 512 GByte 390 Euro. Mit 1 TByte Speicher kostet das iPhone 14 Pro 1949 und das iPhone 14 Pro Max überschreitet zum allerersten Mal die 2000-Euro-Marke. iPhone 14 und 14 Pro lassen sich ab dem 9. September vorbestellen und sollen am 16. September 2022 in den Handel kommen.

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(lbe)