Arbeitsagentur: Pilotprojekt soll Fachkräfte-Einwanderung erleichtern

Ein neues Projekt soll die Einwanderung von Fachkräften aus Brasilien, Indien und Vietnam vereinfachen. Schwerpunkt liege aktuell auf E-Technik und Informatik.

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(Bild: hamza ali shatnawi/Shutterstock.com)

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  • Axel Kannenberg

Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Pilotprojekt gestartet, das gezielt Fachkräfte für Deutschland in Brasilien, Indien und Vietnam anwerben soll. Unternehmen mit hohem Bedarf sollen so unterstützt werden, zum Beispiel "Telekommunikationstechniker oder Softwareentwickler" zu finden, erklärte die Bundesanstalt. Der Schwerpunkt liege aktuell auf Berufen der Elektrotechnik und Informatik. Insgesamt seien es zwölf Gruppen von IHK-Berufen, für die man Leute suche, darunter auch Tiefbau, Triebfahrzeugführer Eisenbahn und Köche.

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Für das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekte arbeite die Behörde mit Partnern wie der Industrie- und Handelskammer sowie den Außenhandelskammern zusammen. Letztere sollen in den Zielländern Bewerberinnen und Bewerber ansprechen und gewinnen. Die will man dann den interessierten Unternehmen vermitteln und bei allen nötigen Verfahren danach zur Seite stehen.

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Unter anderem gehe es um Dinge wie Spracherwerb, Visaerteilung, Anerkennung des Abschlusses, eventuelle nötige Zusatzqualifikationen und die Integration in den Betrieb. Zunächst soll das Projekt für Firmen in Düsseldorf, Erfurt, Lübeck, Reutlingen und Rostock starten. Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite "Hand in Hand for International Talents".

Bereits zum 1. März ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten, mit dem Deutschland seinen Arbeitsmarkt stärker für qualifizierte Arbeitnehmer außerhalb der EU geöffnet hat. Als Fachkräfte gelten sowohl Akademiker mit einem in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss als auch Fachleute mit einer qualifizierten, in Deutschland anerkannten Berufsausbildung. Die Bundesregierung hofft, dass damit pro Jahr etwa 25.000 Arbeitskräfte zusätzlich nach Deutschland kommen. Für IT-Spezialisten gibt es dabei eine Sonderregelung: Sie dürfen auch ohne Ausbildung einreisen – vorausgesetzt, sie können nachweisen, dass sie im Ausland schon mindestens drei Jahre in der IT gearbeitet und ein Gehalt von mindestens 4020 Euro monatlich haben.

(axk)