Arbeitsmarkt: Fehlende Fachkräfte kosten Unternehmen viel Geld

Nach Berechnungen von Stepstone kostet jede unbesetzte Stelle die Arbeitgeber durchschnittlich 29.000 Euro. Besonders teuer sind Vakanzen in der IT.

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Fachkräfte, Büro, Arbeitsplätze
Von
  • Bert Ungerer

Für Unternehmen wird es nicht nur immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen, sondern auch immer teurer. Die Vermittlungsplattform Stepstone hat ein Modell entwickelt, das das Ausmaß des Fachkräftemangels als Kostenfaktor ausdrückt.

Stepstone hat jetzt entsprechende Zahlen vorgelegt: Im Durchschnitt kostet den Berechnungen zufolge jede unbesetzte Stelle die Arbeitgeber derzeit durchschnittlich 29.000 Euro – in großen Unternehmen sind es sogar über 73.000 Euro.

Als Berechnungsgrundlage für die Kosten unbesetzter Stellen dient in der Stepstone-Studie der Tagessatz der jeweiligen Position, multipliziert mit der Anzahl der Tage, die es dauert, bis die Position neu besetzt werden kann. Die Gehaltsdaten stammen von Stepstone selbst, die Vakanzzeit von der Bundesagentur für Arbeit. Stepstone setzt für die Kostenschätzung voraus, dass Beschäftigte mindestens so viel erwirtschaften, wie der Arbeitgeber für sie an Gehalt zu zahlen bereit ist.

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Stepstone hat die Zahlen nicht nur nach Arbeitgebern unterschiedlicher Größe aufgeschlüsselt, sondern auch nach Berufsgruppen. IT-Berufe liegen mit 37.300 Kosten pro Vakanz deutlich über dem Durchschnitt. Wie die Wirtschaftswoche nach vorab erhaltenen Zahlen weiter aufschlüsselt, verursacht eine Lücke in der IT-Abteilung in kleinen Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten Kosten von 19.269 Euro, im Mittelstand (bis zu 250 Beschäftigte) sind es 37.301 Euro und bei größeren Firmen sogar 96.228 Euro. Noch teurer ist es laut Stepstone nur im Gesundheitswesen, Stellen unbesetzt zu lassen.

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