Arc-Grafikkarten: Intel knippst DirectX-9-Support ab

Die kommenden Arc-Grafikkarten und alle iGPUs ab der "Alder Lake"-Generation können nichts mehr mit der Grafik-API DX9 anfangen. Microsoft hilft aus.

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(Bild: Intel)

Von
  • Mark Mantel

Intel hat den eigenen Grafiktreiber für alle modernen GPUs schlanker gemacht – zum Leidwesen von Retro-Fans. Beginnend mit den integrierten Grafikeinheiten der zwölften Core-i-Generation alias Alder Lake und den kommenden Arc-Grafikkarten gibt es keine native Unterstützung mehr für DirectX 9.

Ältere Spiele, die mit keiner anderen Grafik-API wie DirectX 11 oder Vulkan laufen, lassen sich somit nur noch über Microsofts Wrapper D3D9On12 starten. Das Open-Source-Tool verpackt DX9-Spiele in eine DirectX-12-Umgebung, sodass der Grafiktreiber etwas damit anfangen kann. Dieses Prozedere kostet jedoch Leistung, senkt also die Bildrate verglichen mit einer nativen Darstellung.

Die integrierten Grafikeinheiten älterer Prozessoren betrifft der abgeknipste DX9-Support derweil nicht. Auf allen Modellen bis hin zum Core i9-11900K laufen entsprechende Spiele noch nativ.

Intels Support-Eintrag zum Thema erlangt jetzt durch einen Tweet von "SquashBionic" Aufmerksamkeit. Darin zieht sich der Hersteller aus der Affäre, wenn es um die Performance und etwaige Fehler in DX9-Spielen geht: "Da DirectX Eigentum von Microsoft ist und von der Firma gepflegt wird, ist es für die Fehlerbehebung bei DX9-Anwendungen und -Spielen erforderlich, alle Ergebnisse an den Microsoft-Support zu übermitteln, damit dieser die entsprechenden Korrekturen in das nächste Windows- und DirectX-Update aufnehmen kann."

Eines der populärsten DirectX-9-Spiele ist Valves Ego-Shooter "Counter-Strike: Global Offensive". Andere bekannte E-Sport-Titel wie "Dota 2" und "League of Legends" laufen inzwischen mit neueren APIs.

Die Website Techspot hat eine aus China importierte Intel-Grafikkarte vom Typ Arc 3 A380 unter anderem in "Counter-Strike: Global Offensive" getestet und kam zum Ergebnis, dass der Shooter selbst auf AMDs langsamster aktueller Grafikkarte Radeon RX 6400 erheblich besser läuft. Die 1-Prozent-Perzentile waren im Test mit 66 fps nicht einmal halb so hoch auf der Arc 3 A380.

(mma)