Atomkraftwerk: Erneut Hinweise auf Brennelementeschaden in Gundremmingen

Bei einer Betriebsüberwachung des Reaktorkerns hat es Hinweise auf einen Defekt gegeben. Deswegen wird das AKW außerplanmäßig heruntergefahren.

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Das AKW Gundremmingen ist seit 1984 in Betrieb.

(Bild: RWE)

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  • dpa

Im schwäbischen Atomraftwerk Gundremmingen ist vermutlich erneut ein Brennelement defekt. Wie der Energiekonzern RWE am Mittwoch berichtete, habe es bei der Betriebsüberwachung des Reaktorkerns Hinweise auf solch einen Defekt gegeben. Deswegen werde das Atomkraftwerk am 30. Oktober außerplanmäßig heruntergefahren.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Brennelementedefekte in dem Kraftwerk im Landkreis Günzburg. Zuletzt wurde im Frühjahr für die Suche eines solchen Schadens Block C ausgeschaltet. Bei einem Brennelementedefekt kann Radioaktivität in das Kühlwasser des Reaktors gelangen. "Das Kraftwerk ist für das Auftreten von Brennelementdefekten ausgelegt", sagte Kraftwerkssprecherin Christina Kreibich. Gefahr für die Umwelt gebe es nicht.

AKW Gundremmingen (8 Bilder)

Block A des AKW Gundremmingen im Vordergrund.
(Bild: dpa)

(anw)