Auch Telefónica macht Schluss mit dem Mobilfunkstandard 3G/UMTS

Ende des Mobilfunkstandards 3G in Deutschland: Nach der Telekom und Vodafone schließt nun auch Telefónica (O2) den Umstieg auf schnellere Standards ab.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 108 Beiträge

(Bild: Jan Hrezik / Shutterstock.com)

Von
  • dpa

Der Netzbetreiber Telefónica mit seiner Marke O2 kündigte an, am morgigen Donnerstag seine letzten 300 Standorte mit der UMTS genannten Technik abzuschalten. Die freiwerdenden Frequenzen will das Unternehmen für den schnelleren Nachfolger 4G einsetzen.

Im Sommer 2021 hatte Telefónica schrittweise mit der Abschaltung begonnen. Die Technik sei "in die Jahre gekommen, sodass wir sie zum Jahresende ablösen", erklärte Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas damals. Das Ganze ging schneller als zunächst geplant: Arbeiten, die ursprünglich für November angesetzt waren, erfolgten bereits im September.

Was heute veraltet ist, war vor gut zwei Jahrzehnten innovativ und stark begehrt: Eine im Jahr 2000 durchgeführte Auktion von UMTS-Lizenzen spülte dem Staat rund 50 Milliarden Euro in die Kassen. Im Rückblick war das viel zu viel, der Telekommunikationsbranche fehlte dadurch Geld für den Ausbau, und Funklöcher prägten noch lange Deutschlands Mobilfunkkarte. Inzwischen haben die Telekommunikationsfirmen ihre Netze verbessert, beim Ausbau setzen sie derzeit den Fokus auf den ultraschnellen Standard 5G.

Der Mobilfunkstandard 3G ist nach der Umstellung bei Telefónica in Deutschland Geschichte: Die Deutsche Telekom hatte ihre letzten 3G-Antennen bereits zum 1. Juli 2021 abgeschaltet. Auch bei Vodafone ist die Umstellung bereits vollzogen: Die 3G-Abschaltung erfolgte über ein mehrstufiges Update der Konfigurationsdaten der Funkzellen ebenfalls bereits im Sommer 2021.

Die Folgen der 3G-Abschaltung für die Verbraucher sind gering: Die meisten Smartphones sind längst 4G-kompatibel. Nur bei sehr alten Geräten gibt es Probleme - mit ihnen kann man dann nur noch über den 2G-Standard telefonieren, den alle drei Netzbetreiber weiter anbieten. Laut Verivox sind seit 2016 alle Marken-Smartphones, die in Deutschland neu herauskamen, 4G/LTE-fähig. Bei Apple ist dies schon seit 2013 der Fall.

(dwi)