Audi will künftige Elektroautos agil entwickeln

Volkswagen ist mit seiner Elektroauto-Offensive gut ausgelastet. Tochter Audi will trotzdem neues, eigenes auf die Beine stellen.

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Könnte so agile Auto-Entwicklung bei Audi aussehen?

(Bild: Audi)

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Audi will künftige Automodelle möglichst schnell entwickeln. Dafür hat der neue CEO Markus Duesmann das Projekt "Artemis" gegründet. Ihr Chef, der ehemalige Motorsport-Chefingenieur Alex Hitzinger, soll mit einem Expertenteam "unbürokratisch ein wegweisendes Modell für Audi entwickeln". Daraus entstehen soll eine "Blaupause für die künftige, agile Entwicklung von Automobilen", wie Audi mitteilte.

"Artemis" soll sich um neue Technik rund um das elektrische, hoch-automatisierte Fahren mit konkretem Modellbezug kümmern, heißt es in einer Audi-Mitteilung. Als erstes soll ein "hocheffizientes Elektroauto" entsehen, das 2024 auf die Straße kommen soll. Artemis soll zudem ein "Ökosystem um das Auto herum" schaffen und so ein neues Geschäftsmodell für die gesamte Nutzungsphase entwerfen.

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Die Kapazitäten der Audi-Mutter Volkswagen würden in der laufenden Elektroauto Offensive, in der bis 2029 75 Elektromodelle entstehen sollen, sämtlich gebunden, meint Duesmann. Mit dem Projekt Artemis sollen "zusätzliche Hightech-Benchmarks" entstehen, ohne dass bestehende Projekte gefährdet werden.

Das Artemis-Projektteam soll große Freiheitsgrade erhalten und vom Hightech-Hub INCampus in Ingolstadt bis an die Westküste der USA arbeiten. Digitale Angebote soll die konzerneigene car.Software.org beisteuern, die ihre Basis ebenfalls in Ingolstadt hat.

In der Software-Entwicklung zielen agile Verfahren darauf ab, ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln. Sie gehen in Iterationen vor. Nach jeder Iteration können Kunden den aktuellen Stand des Produkts nutzen. So bekommt das Team Feedback, welche Features beliebt sind und wie man das Produkt weiterentwickeln kann.

(anw)