Audio-Treiber von Intel verursachen BlueScreens in Windows 11

Microsoft hat eine Warnung und einen Windows-11-Upgrade-Stopp für Systeme mit Intel Smart Sound Technology verhängt. Grund ist ein Problem mit älteren Treibern.

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(Bild: tsyhun/Shutterstock.com)

Von
  • Günter Born

Intel und Microsoft haben Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Versionen der Treiber für Intel Smart Sound Technology (Intel SST) und Windows 11 festgestellt. Microsoft schreibt im Abschnitt zu bekannten Problemen der Windows 11-Statusseite, dass Windows 11-Systeme mit dem betroffenen Intel SST-Treiber einen BlueScreen auslösen können.

Die Smart-Sound-Technik besteht laut Intel aus einem integrierten Audio-DSP (Digital Signal Processor), der Audio, Sprache und durch Sprache gesteuerte Interaktionen verarbeitet. Der DSP soll PCs mit den neuesten Intel Core- und Atom-Prozessoren ohne negative Auswirkungen auf die Systemleistung und die Akkulaufzeit die Audiowiedergabe in HiFi-Qualität ermöglichen. Hersteller wie Lenovo setzen diese Technologie in ihren Systemen ein und stellen auch entsprechende Treiber für Windows 10 bereit.

Betroffene ist Intels Audio Controller-Treiber (IntcAudioBus.sys) in der Dateiversion von 10.29.0.5152 und früher oder Version 10.30.0.5152 und früher. Es handelt sich also um ältere Treiber, die im Gerätemanager unter Systemgeräte aufgeführt sind. Microsoft hat für Geräte mit den betroffenen Intel SST-Treiberversionen eine Kompatibilitätssperre verhängt, sodass diese nicht von Windows 10 auf Windows 11 aktualisiert werden.

Nutzer mit diesem Problem sollen laut Microsoft beim Gerätehersteller nachfragen, ob ein aktualisierter Treiber verfügbar ist, und diesen installieren. Benötigt werden auf das jeweilige Gerät abgestimmte Treiber der Version 10.30.00.5714 und höher oder Version 10.29.00.5714 und höher.

Stellt der Hersteller einen neueren Treiber bereit und wird dieser installiert, sollte die Kompatibilitätssperre aufgehoben und das Upgrade auf Windows 11 angeboten werden. Laut Microsoft kann es aber nach der Aktualisierung des Treibers bis zu 48 Stunden dauern, bis das Upgrade auf Windows 11 angeboten und durchgeführt werden kann. Voraussetzung für das Upgrade ist zudem, dass keine weiteren Kompatibilitätssperren für das Gerät bekannt sind. Aktuell gibt es aber nur einen weiteren bekannten Windows 11 Upgrade-Stopper in Form einer Oracle Virtualbox-Installation auf der Zielmaschine.

(axk)