Ausfall der Notrufe 110 und 112: Telekom sieht technischen Fehler als Ursache

Einen Cyberangriff schließt die Telekom, die für die Notrufinfrastruktur zuständig ist, momentan aus.

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(Bild: BKA)

Der Ausfall der Notrufnummer 110 und 112 ist offenbar durch einen technischen Fehler verursacht worden. Ursächlich für die Störung sei vermutlich die Einbringung einer neuen Software, die zuvor ausführlich getestet worden war und keinerlei Auffälligkeiten gezeigt habe, teilte die Telekom heise online mit.

Die detaillierte Analyse dauere an. Einen Cyberangriff schließt die Telekom momentan aus. Die Telekom ist für die Notruf-Infrastruktur zuständig.

Am frühen Morgen sei es um 4.30 Uhr bei Routine-Wartungsarbeiten der Störung der Erreichbarkeit der Notruf-Leitstellen in verschiedenen Regionen Deutschlands gekommen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren über 110 und 112 nicht erreichbar. Um 5.40 Uhr seien alle Leitstellen wieder uneingeschränkt erreichbar gewesen, teilte die Telekom mit.

Die Telekom hat die Störung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen dem BSI und der Bundesnetzagentur gemeldet. Im aktuellen BSI-Lagebericht heißt es allgemein, im Bereich Informationstechnik und Telekommunikation "wurden vergleichsweise häufig Mängel in den Bereichen der technischen Informationssicherheit, der personellen und organisatorischen Sicherheit sowie der Überprüfung im laufenden Betrieb identifiziert".

Die Notrufnummer 112 ist seit 2003 EU-weit für Notrufe an Polizei, Feuerwehr und Rettung gebührenfrei geschaltet. Inzwischen funktioniert diese Nummer auch in zahlreichen anderen Ländern soweit in der Region eine Notrufzentrale eingerichtet ist. Teilweise ist das außerhalb der EU auf Anrufe von (bestimmten) Handy-Netzen beschränkt.

(anw)