Ausprobiert: Was iPhone 12 mini und Pro Max abhebt

Mit dem iPhone 12 mini hat Apple ein ungewöhnlich kleines Smartphone mit Flaggschiff-Werten eingeführt. Das Max-Modell unterscheidet sich jetzt stärker vom Pro.

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Alle gleich dick, aber unterschiedlich groß und schwer.

Von
  • Leo Becker

Apple macht die iPhone-Kaufentscheidung schwieriger: Gab es lange stets nur ein Flaggschiffmodell des Herstellers, sind es inzwischen vier Varianten geworden. Kernkomponenten wie der schnelle A14-Prozessor sowie Support für 5G-Mobilfunknetze sind erfreulicherweise in allen Modellen gleichermaßen zu finden – ebenso wie erstmals auch der Einsatz von OLED-Displays.

Bei der Prozessorleistung zeigten die Einstiegsmodelle iPhone 12 mini und 12 keine Abstriche im Vergleich mit den teureren Pro-Modellen. In den Pro-Modellen steckt mit 6 GByte allerdings mehr Arbeitsspeicher. Die Bildschirme der beiden Pro-Modelle 12 Pro und Pro Max können mit rund 800 Candela/m2 heller leuchten als iPhone 12 und 12 mini (gut 600 Candela/m2), wie der ausführliche Test aller neuen iPhone-12-Modellreihen von Mac & i ergab. Bei der Anzeige von HDR-Fotos gab das geeichte Leuchtdichte-Messgerät sowohl für Pro- als auch Non-Pro-Modelle ähnlich hohe Werte von 940 Candela/m2 aus.

iPhone 12 und 12 Pro sind nun von den Abmessungen identisch, in beiden steckt ein 6,1"-Display, das Pro-Modell ist aber spürbar schwerer – und im Vergleich zum Vorgänger 11 Pro auch etwas größer geworden. Mit dem 12 mini hat Apple dafür wieder ein ungewöhnlich kleines Smartphone im Programm, das bei den Spezifikationen kaum Abstriche macht. Es ist sogar kleiner und leichter als Apples 4,7"-iPhone SE 2, bietet aber mit einer Diagonale von 5,4" mehr Platz für Inhalte. Mit dem neuen eckigeren Design und der kompakten Bauweise erinnert es stark an das iPhone 5. Das 12 Pro Max ist kaum größer als der schon riesige Vorgänger, fühlt sich durch das kantige Gehäuse aber noch etwas voluminöser an.

Unterm Strich unterscheiden sich die 2020er iPhones – neben den Größen- und Gewichtsunterschieden – hauptsächlich durch Akkulaufzeit und Kamerasystem. Bei den Nicht-Pro-Varianten verzichtet Apple auf das Tele und den optischen Zoom, sie bieten Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Kamera. Das Pro Max hebt sich zugleich deutlich vom kleineren Pro-Modell ab: Statt eines 52-mm-Teleobjektivs steckt im größten iPhone nun ein 65-mm-Tele mit einem 2,5x optischen Zoom. Das Max unterscheidet sich zudem durch einen größeren Sensor, der unter anderem für geringeres Rauschen auf Aufnahmen sorgte – gerade bei schwachem Licht von Vorteil.

In allen iPhone-12-Varianten steckt ein kleinerer Akku als bei den 2019er-Modellen, im direkten Vergleich zu den sehr lange durchhaltenden Vorgängern zeigten sich teils deutlich kürzere Laufzeiten – wobei sich das iPhone 12 mini recht wacker schlagen konnte und bei moderater Nutzung auch einen ganzen Tag durchstehen sollte.

Den ausführlichen Testbericht aller neuen iPhone-12-Modelle von mini bis Pro Max lesen Sie auf heise+ und in Mac & i Heft 6/2020, das ab dem 3. Dezember erhältlich ist. Abonnenten haben den Test bereits vorab als PDF zugeschickt bekommen. Sollten Sie Abonnent sein und solche Vorabartikel bislang nicht erhalten, haben wir vermutlich Ihre E-Mail-Adresse noch nicht. In dem Fall wenden Sie sich bitte an leserservice@heise.de.

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(lbe)