Australisches Mediengesetz: Facebook einigt sich mit News Corp

Facebook und die News Corp sind sich über die Bezahlung von Inhalten einig geworden. Murdochs Australien-Beauftragter spricht von einem "Meilenstein".

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 25 Beiträge
Handschlag

(Bild: gemeinfrei)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Viel geben sie nicht preis, aber bekannt, dass es eine Einigung gibt: Facebook wird der News Corp von Medienmogul Rupert Murdoch für die Nutzung journalistischen Inhalte in Australien Geld bezahlen. Höhe? Unbekannt. Bedingungen? Ebenfalls unbekannt.

Die News Corp schreibt in einer Pressemitteilung, dass es ein Vertrag über mehrere Jahre sei und Millionen Facebook-Nutzer dadurch Zugang zu vertrauenswürdigen Nachrichten und Informationen bekämen. Die Inhalte erscheinen dann im Bereich Facebook News. Zur News Corp gehören mehrere Reichweiten-Starke Zeitungen in Australien, darunter der Daily Telegraph und die Seite news.com.au. Mit dem TV Sender Sky News, ebenfalls in Murdochs Händen, habe man zudem ein bestehendes Abkommen ausgebaut.

Hintergrund der Vereinbarung ist das australische Mediengesetz, das besagt, Facebook und Google müssen für die Nutzung beziehungsweise das Geld-verdienen mit journalistischen Inhalte Lizenzgebühren zahlen. Weil es zunächst nicht nach einer Einigung aussah, sperrte Facebook kurzfristig alle Nachrichtenseiten und Inhalte. Daraufhin gab es Gespräche mit der australischen Regierung, die Änderungen am Gesetz vornahm. Diese betrafen den Wert, den das Teilen von Inhalten bei Facebook auch für die Nachrichtenersteller hat. Auch dabei ist allerdings unklar, inwieweit eine solche Reichweitensteigerung konkret Auswirkungen auf die Lizenzen hat.

Die News Corp hat nun Verträge mit Facebook, Google und Apple, die ihre Inhalte gegen Bezahlung anbieten dürfen. Ein Ziel, das die Chefetage auch laut der Pressemitteilung seit vielen Jahren verfolgt: Die Nutzung journalistischer Inhalte durch die großen Tech-Konzerne zu kompensieren. News Corp Chief Executive Robert Thomson lobt zudem Mark Zuckerberg – er und sein Team verdienten Zuspruch für ihr Engagement, die Zukunft des Journalismus gestaltet zu haben, die seit mehr als einer Dekade einem extremen Zwang ausgesetzt gewesen sei. Auch dankt er der australischen Regierung.

(emw)