Auto-Zulieferer Mann+Hummel beendet Produktion am Stammsitz

Wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit will Mann+Hummel sein Stammwerk in Ludwigsburg schließen. Das betrifft rund 400 Arbeitsplätze, sagt der Zulieferer.

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Mann+Hummel ist Spezialist für Filtration, im Bild ein Luftfilter mit Ansauggeräuschdämpfer für den Autohersteller GM.

(Bild: Mann+Hummel)

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Nach fast 70 Jahren macht der Filterspezialist Mann+Hummel sein Werk am Hauptsitz in Ludwigsburg dicht. Von der Schließung sind rund 400 Arbeitsplätze betroffen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Firmensitz sowie Forschung und Entwicklung sollen in Ludwigsburg bleiben; die Fertigung aber läuft den Angaben zufolge entweder aus oder wird in andere Werke verlagert. Zuvor hatte die Stuttgarter Zeitung darüber berichtet.

"Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, denn das Werk besteht bereits seit 1954 in Ludwigsburg", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Fischer. "Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens war sie aber nötig." Die kontinuierliche Überprüfung aller Produktionsstandorte habe ergeben, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs in Ludwigsburg nicht gesichert werden könne. Einen konkreten Zeitplan zur Schließung gibt es bisher nicht.

Die IG Metall rief in einer ersten Reaktion zu einer Schweigeminute vor dem Werk auf. Mann+Hummel produziert in Ludwigsburg unter anderem Kraftstoff-, Öl- und Luftfiltersysteme für die Automobilindustrie. Schon vor längerer Zeit hatte das Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, um die schwächelnde Konjunktur und die Umwälzungen in der Autobranche abzufedern. Weltweit sind rund 22.000 Menschen für das Unternehmen tätig.

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(fpi)