Autoindustrie: Chinesischer Markt setzt Erholung fort

Die Erholung des Automarkts in China ist für die Deutschen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen immens wichtig. Er verzeichnete bis zuletzt starkes Wachstum.

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Elektroauto BMW iX

Mit dem Elektroauto BMW iX möchte BMW künftig auch in China gut verkaufen.

(Bild: BMW)

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  • dpa

Der weltgrößte Automarkt China hat die seit Monaten laufende Erholung im April mit einem kräftigen Wachstum fortgesetzt. Die Auslieferung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden ist im April im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent auf 1,64 Millionen gestiegen, teilte der Branchenverband PCA heute in Peking mit. China ist für BMW, Daimler und Volkswagen immens wichtig und der jeweils größte Einzelmarkt.

2020 hatte der Ausbruch der Covid-19-Pandemie den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten drei Jahresmonaten stark belastet. Da in China die Pandemie schnell eingedämmt werden konnte, erholte sich der Markt in den Folgemonaten aber zügig. So hatte das Minus im April 2020 nur noch knapp sechs Prozent betragen. Seit dem Juli legte der Monatsabsatz im Jahresvergleich wieder zu – das hatte jedoch nicht ausgereicht, um die Verkäufe über das gesamte Jahr ins Plus zu hieven.

So fiel der Verkauf an Endkunden nach PCA-Daten im vergangenen Jahr um knapp sieben Prozent auf 19,6 Millionen Stück. 2020 war damit das dritte Jahr in Folge, in dem der chinesische Automarkt schrumpfte, nachdem er bis dahin ein kräftiges Wachstum mit oft zweistelligen Wachstumsraten erlebt hatte. 2017 hatten die Autobauer noch mehr als 24 Millionen Autos verkauft. Vor der SARS-CoV-2-Krise sorgten unter anderem auslaufende Verkaufsförderungen durch die Regierung und der Handelszwist mit den USA für schwächere Absatzzahlen.

Neben den PCA-Daten wird die Entwicklung am chinesischen Automarkt auch vom Herstellerverband China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) beziffert. Dieser misst den Absatz der Autobauer an die Händler und umfasst zudem etwas mehr Fahrzeugtypen im Nutzfahrzeugbereich. Auf Basis vorläufiger Zahlen vom vergangenen Freitag zog dieser Wert im April um rund fünf Prozent auf 2,17 Millionen an.

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(fpi)