Autonomer Lieferwagen von Nuro bekommt einen Airbag für Fußgänger

Die neue Generation der Lieferroboter des Startups Nuro ist nicht nur schneller als die vorige, sie hat auch einen Aufprallschutz.

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Ein Airbag soll dafür sorgen, dass ein eventueller Aufprall für Fußgänger nicht so schmerzhaft wird.

(Bild: Nuro)

Von
  • Andreas Wilkens

Das Startup Nuro hat ein neues Modell seines autonomen Lieferfahrzeugs vorgestellt. Neu ist ein Airbag, der an der Fahrzeugfront installiert ist. Er soll die Aufprallkraft und damit die möglichen Verletzungen von Fußgängern mildern. Damit es aber gar nicht erst zu Kollisionen mit diesen oder Radfahrern kommt, ist der neue Lieferbot schmaler als sein Vorgänger.

Nuro hatte Ende 2020 als erstes Unternehmen in Kalifornien die Genehmigung erhalten, einen automatisierten und kommerziellen Lieferdienst zu betreiben. Die bisherigen eigenentwickelten Robotermodelle schafften ein Höchsttempo von 40 km/h, das neue Modell der dritten Generation soll es bis auf gut 70 km/h bringen können, teilte Nuro mit. Im August hatte das Unternehmen angekündigt, in Nevada eine Teststrecke und ein Produktionswerk zu bauen.

Die Fächer im Lieferroboter fassen etwa 24 Einkaufstaschen, die zusammen bis zu 110 kg wiegen dürfen. Die Fächer können je nach Bedarf auf bis zu -5 °C heruntergekühlt oder bis zu 46 °C erwärmt werden. Die Batterien des vollelektrisch fahrenden Lieferroboters werden zu 100 Prozent aus texanischem Windkraftstrom beladen, versichert Nuro. Das Gefährt habe auch einen neuen, größeren Touchscreen für die Kommunikation der Kundschaft bekommen.

Die Sensoren sollen einen Rundumblick ermöglichen. Dabei sollen sie beispielsweise zwischen einem Laubhaufen und einem Haustier unterscheiden und selbst die Anzahl von Menschen einer Gruppe im Nebel ausmachen können. Der Roboter kann außerdem seine Sensoren selbst säubern.

Zudem soll sich der Lieferroboter nicht nur im Verkehr sicher bewegen können, Nuro hat nach eigenen Angaben ein System entwickelt, um die transportierten Waren zu schützen. Dieses Früherkennungssystem werde – wie das gesamte Fahrsystem – kontinuierlich von einem internen Expertenteam geprüft.

(anw)