Avira Crypto: Nach der Virenjagd Kryptowährung schürfen

NortonLifeLock hat es erneut getan und unter Windows eine Antiviren-Software mit Krypto-Mining-Fähigkeiten ausgestattet.

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Von
  • Dennis Schirrmacher

Ab sofort verfügen AV-Anwendungen von Avira über eine neue Funktion – diese hat aber nichts mit der Sicherheit von Computern zu tun: Mit Avira Crypto können Windows-Nutzer nun die Kryptowährung Ethereum (ETH) schürfen.

In einem Support-Beitrag schreibt Avira, dass das Schürfen optional und standardmäßig nicht aktiviert ist. Wer sich darauf einlässt, stellt seine Rechenleistung zum Schürfen von ETH zur Verfügung. Das soll in der „Ruhezeit“ geschehen. Was das im Detail bedeutet, ist bislang nicht bekannt.

Avira gibt an, dass AV-Anwendungen aus eigenem Haus neben der Mining-Software auch ein persönliches Wallet mitbringen. Erschürfte Beträge kann man dann in die Wallet der Handelsplattform Coinbase übertragen. Dort landet aber nicht der volle Betrag, da Avira eine Servicegebühr einstreicht. Wie hoch diese ausfällt, wurde noch nicht kommuniziert.

Das Schürfen von Kryptowährung fordert extrem viel Rechenleistung ein. Damit sich überhaupt etwas tut, braucht man eine leistungsstarke Grafikkarte mit mindestens 6 GByte Speicher aus Nvidias Pascal- (GTX 1000 und neuer) oder AMDs Hawaii-Generation (Radeon R9 290 und neuer). Außerdem sollte man nicht vergessen, dass das Schürfen die Stromrechnung nach oben treibt und außerdem muss man Gewinne versteuern.

Es ist nicht das erste Mal, dass NortonLifeLock AV-Software Mining-Fähigkeiten beibringt. Im Sommer 2021 stattete der Softwareentwickler Norton 360 mit Norton Crypto aus. NortonLifeLock kaufte Avira Ende 2020. Da der Entwickler im Sommer 2021 auch Avast gekauft hat, könnte das Mining-Feature auch bald dort Einzug halten.

(des)