Azure Arc: VMs automatisiert in den Griff bekommen, unabhängig von der Cloud

Microsoft hat mehrere Updates für Azure Arc vorgestellt. Virtuelle Maschinen sollen sich einfacher, aber auch cloud-übergreifend administrieren lassen.

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Von
  • Dr. Jens-Henrik Söldner

Microsoft hat auf seiner Hausmesse Ignite einige neue Funktionen für Verwaltungsaufgaben in Azure vorgestellt. In einer Public Preview ist ab sofort Azure Automanage verfügbar, das den Betrieb virtueller Maschinen vereinfacht. Bislang hatte der Anbieter mit dem Cloud Adoption Framework for Azure konkrete Empfehlungen ausgesprochen, wie Nutzer ihre VMs für einen sicheren Betrieb konfigurieren sollen.

Dank Azure Automanage sollen sich ein Großteil dieser Empfehlungen in Zukunft automatisch umsetzen lassen: Administratoren können virtuelle Maschinen hier registrieren und je nach Verwendungszweck – zum Start des Werkzeugs stellt Microsoft zwei Profile für Produktiv- sowie Test- und Entwicklungsmaschinen bereit – nimmt die Software unterschiedliche Einstellungen vor. Zum Beispiel erhalten Entwickler-VMs aufgrund ihrer typischerweise kurzen Lebenszeit keine automatische Sicherung mit Azure Backup, solche für den produktiven Einsatz hingegen schon.

In der Preview-Version kann Automanage zunächst nur mit Windows Server umgehen. Linux soll jedoch zufolge des Blogeintrags auf microsoft.com bald folgen.

Azure Arc, Microsofts Tool fürs Administrieren einer Multi-Cloud-Umgebung, erhält ebenfalls ein Update. Zum einen sind die Azure Arc Enabled Servers nun offiziell verfügbar, mit denen Nutzer physische und virtualisierte Windows- und Linux-Systeme, die im Rechenzentrum oder in anderen Clouds laufen, über das Azure-Portal zentral verwalten und überwachen können. Außerdem bringen die Azure Arc Enabled Data Services die Datenbankdienste Azure SQL Managed Instance und Azure PostgreSQL Hyperscale auf Wunsch in fremden Umgebungen ein.

Mit Azure Arc lässt sich ein Bogen zu anderen Cloud- und Edge-Computing-Anbietern wie AWS und VMware spannen, sodass Kunden ausgewählte Dienste in diesen Cloud-Umgebungen mit den gleichen Werkzeugen und Richtlinien verwalten können, die sie von Azure bereits gewohnt sind. Zudem lassen sich manche Azure-Dienste mit Azure Arc auch in anderen Clouds betrieben werden. Microsoft hatte Azure Arc im November 2019 erstmals vorgestellt.

(fo)