BBC wird 100 Jahre alt: "Digitales Museum" zum runden Geburtstag

Die BBC ist wohl die bekannteste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Welt. In diesem Jahr wird sie 100 Jahre und blickt auf die lange Geschichte zurück.

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(Bild: BBC)

Von
  • Martin Holland

Die BBC, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreichs, feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag und hat aus Anlass dieses runden Jubiläums eine Art digitales Museum eröffnet. Das besteht aus drei Kollektionen – 100 Objekte, 100 Gesichter und 100 Stimmen – aus der bewegten Geschichte der British Broadcasting Corporation, die sich online durchforsten lassen. Im Laufe des Jahres sollen sie erweitert und ergänzt werden, hinzukommen sollen später noch Ausstellungen in Museen und ein eigenes Buch. Weiterhin sollen 1000 Objekte aus der Geschichte der BBC erstmals digitalisiert und ebenfalls ausgestellt werden.

Anfangs noch als British Broadcasting Company hatte die BBC am 14. November 1922 damit begonnen, tägliche Radiosendungen auszustrahlen. Von Anfang an dabei waren dabei Nachrichten und ein Wetterbericht. Die Meldungen wurden dabei zweimal vorgelesen, einmal schnell und dann noch einmal langsam, "damit sich die Zuhörenden gegebenenfalls Notizen machen konnten". Erste experimentelle TV-Übertragungen gab es noch in den 1920er-Jahren. 1938 kam der erste fremdsprachige Radiosender hinzu – in Arabisch. 1940 verbreitete die BBC dann den Aufruf des französischen Generals Charles de Gaulle an seine Landsleute, sich dem Dritten Reich nicht zu beugen. Insgesamt 100 solcher Meilensteine der BBC-Geschichte sind auf einer Zeitleiste angeordnet, nicht alle können dabei außerhalb des Vereinigten Königreichs angesehen werden.

Zu den 100 Objekten aus der BBC-Geschichte gehört derweil unter anderem die erste offizielle Webseite der Rundfunkanstalt, die auf bbc.co.uk am 15. Dezember 1997 online gegangen war – anderthalb Jahre nach heise online. Weiterhin gibt es ein Teletubbie-Kostüm, Einzelteile der Daleks aus Doctor Who, Grafiken aus Monty Python's Flying Circus und den Mantel von "Sherlock". Zu den 100 Gesichtern gehören unter anderem das des als Reporter tätigen Schriftstellers George Orwell und das von David Brent (Ricky Gervais) aus der Comedyserie The Office. Die 100 Stimmen dürften hierzulande dagegen weniger bekannter sein.

(mho)