BMW-Infotainment: Künftig auch auf Basis von Android Automotive

BMW will künftig auch eine Entwicklung von Android Automotive OS in einigen Modellen anbieten. Das eigene Betriebssystem OS8 bleibt ebenfalls im Einsatz.

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BMW OS8

An der Oberfläche wird sich der andere Unterbau des Betriebssystems nicht bemerkbar machen.

(Bild: BMW)

Von
  • Martin Franz

Lange hatte BMW sich gegen die Einbindung von Android in das eigene Infotainmentsystem gewehrt. Als einer der letzten großen Hersteller können Kunden seit zwei Jahren Android Auto nutzen. Konkurrenten sind zum Teil einen Schritt weitergegangen und haben Googles Betriebssystem Android Automotive OS als Basis übernommen. Ganz so weit will BMW offenbar nicht gehen, doch als Unterbau die Google-Software in einige Modelle einziehen.

Noch hält BMW sich sehr bedeckt. Klar ist bislang nur, dass Android Automotive das eigene System OS8 nicht ersetzen, sondern nur ergänzen soll. Vorgesehen sei das in bestimmten Modellreihen als zweiter technologischen Ansatz neben der aktuellen Linux-basierten Variante. Ab März 2023 soll es so weit sein. In welchen Modellen BMW mit der Integration starten wird, ist noch geheim. Ziemlich sicher ist, dass BMW nur den Unterbau des Betriebssystems nutzen will. An eine Integration des Play Stores ist wohl nicht gedacht. Wie Mercedes und Volkswagen setzt auch BMW auf den alternativen App-Store "Aptoide". Mit Android Automotive OS könnten aber einzelne Apps, die der Hersteller freigibt, im Auto genutzt werden.

Die für den Nutzer sichtbare Oberfläche soll in jedem Fall dem entsprechen, was auch beim BMW-eigenen System zu sehen ist. BMW wolle dafür sorgen, dass Kunden immer ein "einzigartiges, individuelles digitales Erlebnis in ihrem Fahrzeug genießen", sagt der leitende Entwickler des digitalen Fahrerlebnisses, Stephan Durach.

(mfz)