BMW plant klimaneutrale Fabrik in Ungarn

Ab 2024 will BMW die weltweit erste Fabrik in Betrieb nehmen, die auf fossile Energieträger verzichtet und ausschließlich Ökostrom nutzt.

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BMW 1500

Mehr als 60 Jahre nach der ersten soll es ab 2025 wieder eine "Neue Klasse" von BMW geben. Sie war es, die zusammen mit dem BMW 700 der Marke nach der denkwürdigen Hauptversammlung am 9. Dezember 1959 das Überleben sicherte.

(Bild: BMW)

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  • dpa

BMW will seine Autofabrik im ungarischen Debrecen ausschließlich mit Öko-Strom betreiben. Das "Werk in Ungarn soll vollständig auf fossile Energieträger verzichten", sagte Vorstandschef Oliver Zipse auf der BMW-Hauptversammlung in München. Seinen Angaben zufolge ist es damit das weltweit erste Automobilwerk, das ohne fossile Energien betrieben wird. Am 1. Juni werde der Grundstein für das Werk in Ungarn gelegt, ab August 2024 sollen dort die ersten Vorserien-Autos der vollelektrischen Neuen Klasse vom Band laufen. Der Großteil des für die Produktion benötigten Stroms werde direkt auf dem Werksgelände erzeugt, "für den Rest nutzen wir zu 100 Prozent regenerative Energiequellen", sagte Zipse.

Der Verzicht auf Gas im Werk Debrecen gehe zurück auf das Ziel, den CO₂-Ausstoß in der Fertigung zu reduzieren, und sei unabhängig von der aktuellen Versorgungslage, sagte eine Unternehmenssprecherin. Das sei aber auch wirtschaftlich sinnvoll: "Das Konzept sorgt für Preisstabilität und Versorgungssicherheit."

Bislang braucht BMW Gas in den Autofabriken vor allem für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und für die Öfen in der Lackiererei. Im vergangenen Jahr hat der Konzern weltweit 3,5 Millionen Megawattstunden Erdgas verbraucht, von insgesamt 6,5 Millionen Megawattstunden Energie insgesamt. Der größte Teil des CO₂-Ausstoßes von 766.153 Tonnen stammte demnach aus der Verbrennung von Erdgas in den Kraft-Wärme-Anlagen und Lackierereien.

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(mfz)