BaFin warnt: Betrüger geben sich als Revolut Ltd. aus

Die BaFin warnt Verbraucher vor betrügerischen Anrufen und E-Mails. Darin wird behauptet, der Empfänger bekomme im Auftrag der BaFin Geld oder Bitcoin.

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(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)

Von
  • Greta Friedrich

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Betrug per Anruf und E-Mail. Aktuell behaupten Unbekannte darin, Mitarbeitende der "Revolut Ltd." zu sein, einer Londoner Bank. Die BaFin habe sie angeblich beauftragt, Guthaben an Verbraucher auszuzahlen, etwa in Bitcoin. Dafür seien persönliche Daten nötig. Die BaFin betont jedoch, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sich nicht darauf einlassen und sich im Zweifel an die Bundesanstalt selbst wenden sollen.

Laut BaFin stellten sich in einem Fall die Absender als „Alejandra Rodriguez“ vor und nutzten die – falsche – E-Mail-Adresse support@revolut-uk.de. Inhaltlich bedienen sich die Betrüger eines doppelten Tricks: Sie behaupten nicht nur, dass sie im Auftrag der BaFin Guthaben auszahlen würden, sondern auch, dass sie damit Verbraucher entschädigen würden, die Opfer der Online-Plattform "X-Markets" geworden seien.

Tatsächlich warnte die BaFin Mitte 2021 unter anderem vor der betrügerischen Handelsplattform www.xmarkets.com. Wer davon gehört hat, könnte das angebliche Angebot von Revolut Ltd. zunächst plausibel finden. Doch die BaFin stellt klar, sie beauftrage generell keine Dritten, wenn es um betrügerische Plattformen gehe.

Personen, die sich betrügerisch als BaFin oder von ihr Beauftragte ausgeben, haben es laut der Bundesanstalt meist auf das Geld von Verbrauchern abgesehen. Das bekommen sie zum Beispiel über Gebühren, die ihre Opfer vorab für eine angebliche Leistung zahlen müssen. Oder die Betrüger sammeln persönliche Daten, über die sie an Geld zu gelangen hoffen.

Allgemein gilt: Vorsicht bei Angeboten, für die scheinbar die BaFin verantwortlich ist. Verbraucher sollten niemals darauf reagieren, sondern bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Im Zweifel hilft es auch, bei der BaFin direkt nachzufragen, ob sie die Verbraucher kontaktiert hat. Die Bundesanstalt bietet dafür ein kostenloses Verbrauchertelefon unter 0800 2 100 500.

Bei den E-Mails und Anrufen, die scheinbar von der BaFin stammen, handelt es sich um Phishing-Angriffe. Phishing-Betrüger versuchen, an sensible Daten wie Passwörter oder E-Mail-Adressen zu kommen. Dafür geben sie sich als seriöses Unternehmen aus, etwa als Bank, als bekanntes soziales Netzwerk oder verbreiteter E-Mail-Provider.

Es gibt Anhaltspunkte, um Phishing zu erkennen. Etwa Rechtschreibfehler, kryptische Links und Absender-Adressen oder Drohungen. Außerdem fordern seriöse Unternehmen ihre Kunden nicht per Mail oder Anruf auf, Daten preiszugeben oder gar Zahlungen zu leisten. Im Zweifel lohnt es sich, direkt nachzufragen. Weiterführende Informationen bei heise tipps+tricks: Was ist Phishing? Phishing-Mails erkennen und sich davor schützen.

(gref)