"Als wäre keine Zeit vergangen": Geheimes Projekt zu Babylon 5 soll 2023 kommen

Während die Produktion der Neuauflage der Originalserie noch immer nicht läuft, gibt es ein zweites Projekt mit der Originalbesetzung, das 2023 erscheinen soll.

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(Bild: Warner Bros.)

J. Michael Straczynski, der Schöpfer der Science-Fiction-Kultserie "Babylon 5" arbeitet nicht nur an einer Neuauflage, sondern hat auch noch ein geheimes zweites Projekt zu dem Universum in der Hinterhand. Wie er vor wenigen Tagen auf Twitter versicherte, sei das längst fertig und habe ein Veröffentlichungsdatum im kommenden Jahr. Es komme dem originalen Babylon 5 vom Ton her am nächsten unter allem, was seitdem produziert wurde, "als wäre überhaupt keine Zeit vergangen", twitterte er. Alle noch lebenden Schauspieler und Schauspielerinnen der Originalserie seien an Bord. Worum es sich genau handle, könne er nicht sagen, auch nicht, um welches Medium es geht.

Vorgestellt und danach auch verfügbar gemacht werden soll das Projekt auf der San Diego Comic Con im kommenden Jahr, ergänzte Straczynski noch – die Comicmesse wird vom 20. bis 23. Juni 2023 stattfinden. Beteiligt sind der Aussage "All means all" zufolge wohl mindestens Bruce Boxleitner (John Sheridan), Claudia Christian (Susan Ivanova), Bill Mumy (Lennier), Peter Jurasik (Londo Mollari), Patricia Tallman (Lyta Alexander) und Andrea Thompson (Talia Winters). Wobei aber unklar ist, ob jeweils in ihren ursprünglichen Rollen. Das Projekt sei im Geheimen mit der Besetzung der ursprünglichen Serie vorbereitet worden, erklärt Straczynski. Schon vor anderthalb Jahren hatte er auf Twitter nach 3D-Computergrafiken aus der Originalserie gesucht.

Babylon 5 wurde zwischen 1993 und 1998 gedreht und gehört zu den wichtigsten und beliebtesten Science-Fiction-Serien überhaupt. Vor allem mit der Erzählung einer durchgehenden Geschichte und aufeinander aufbauenden Episoden setzte sich die Serie von den damals einflussreichsten Star-Trek-Serien ab. Später folgten noch einige Fernsehfilme und die TV-Serie "Crusade", die in dem fiktiven Universum spielten. Danach war es um die Serie ruhig geworden, auch weil die verantwortliche Produktionsfirma Warner Bros entschiedenen Widerstand gegen weitere Projekte leistete. Vor einem Jahr war dann bekannt geworden, dass bei dem US-Fernsehsender The CW an einer Neuauflage gearbeitet wird, an der Straczynski beteiligt ist.

Eigentlich habe die neue Serie in diesem Jahr in Produktion gehen sollen, hatte es damals geheißen. Dann war Anfang dieses Jahres bekannt geworden, dass der US-Konzern Nexstar den Fernsehender The CW von den Medienkonzernen ViacomCBS und WarnerMedia kaufen will. In der Folge war die dort geplante Neuauflage von Babylon 5 nicht unter den Projekten, die für eine Produktion ausgewählt wurden. Straczynski persönlich hat damals aber einen Anruf vom Chef von The CW erhalten, der ihm zugesichert habe, dass dieser Auftrag nur um ein Jahr aufgeschoben worden sei – "bis sich der Staub gelegt hat". Aktuell wartet das "B5 Projekt 1" weiterhin darauf, dass die Produktion in Auftrag gegeben wird, versichert er.

(mho)