Barrierefreies Entwickeln: Marlem-Software präsentiert textbasierten PyAssistent

Die Barrierefreiheit in der Informatik ist um eine Komponente reicher geworden: Marlem-Software hat PyAssistent entwickelt, ein Assistenzprogramm auf Textbasis.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1 Beitrag

(Bild: Radu Bercan/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Barrierefreie Software bedeutet, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder verschiedenen Behinderungsarten das Programm bedienen können. In Deutschland treibt der Entwickler Markus Lemcke die barrierefreie Softwareentwicklung voran, nach vier Texteditoren für unter anderem Java und .NET hat sein Unternehmen Marlem-Software nun einen Assistenten in Python herausgebracht.

Marlems PyAssistent ist laut Blogeintrag ein Sprachassistent wie Siri oder Cortana. Allerdings mit dem feinen Unterschied, dass Nutzer die Befehle nicht sprechen, sondern per Tastatur eingeben. Der PyAssistent antwortet auch per Textausgabe und ist somit für Entwickler einsetzbar, die nicht sprechen können oder gehörlos sind. Lemcke hat das Programm für die Betriebssysteme Windows 10, Ubuntu 20.04 und macOS 10.15 nach eigenen Angaben erfolgreich getestet. Der in Python geschriebene Assistent beherrscht offenbar 200 Kommandos.

Je nach Betriebssystem, das Nutzer im Einsatz haben, zeigt sich das Frontend in leicht unterschiedlichem Erscheinungsbild, von den Funktionalitäten sollte alles gleich sein. Auf der Website von Marlem-Software steht eine Video-Demonstration bereit, die die Funktionsweise von Marlems PyAssistent erklärt. Die Befehle decken Bereiche wie Routenplanung, Navigieren mit GoogleMaps, Datum und Uhrzeit, Internetsuche, Wettervorschau, das Aufrufen von Internetseiten, aber auch Filme, Spiele, Musik sowie Informationen zu Behinderung und Barrierefreiheit ab.

Interessierte können den PyAssistent im Downloadbereich bei Marlem-Software herunterladen, es existiert eine Version als ausführbare Datei für Windows und eine Version mit Python-Code, die sich auf den drei Betriebssystemen Windows, Ubuntu und macOS gleichermaßen installieren lassen soll. Mehr Informationen zu barrierefreier Softwareentwicklung und weiterführende Verknüpfungen lassen sich der Homepage des IT-Unternehmens von Markus Lemcke entnehmen. Dort finden sich Hinweise zum Entwickeln barrierefreier Apps, das Unternehmen bietet auch die Analyse bestehender Apps auf Barrierefreiheit an.

(sih)