Batterien für E-Autos: 155 Millionen Euro Förderung für Northvolt-Akkufabrik

Das schwedische Unternehmen plant eine Ansiedlung in der Region Heide in Schleswig-Holstein. Im Jahr 2025 soll mit der Fertigung begonnen werden.

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Visualisierung der geplanten Batteriefabrik

So soll die Gigafactory einmal aussehen.

(Bild: Northvolt)

Von
  • Malte Kirchner
  • mit Material der dpa

Für ein geplantes Batteriezellenwerk der schwedischen Firma Northvolt an der schleswig-holsteinischen Westküste haben Bund und Land Fördermittel von 155,4 Millionen Euro zugesagt. Einen entsprechenden Förderbescheid überreichte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch an das schwedische Unternehmen Northvolt. 30 Prozent der Fördersumme, also etwa 46,6 Millionen Euro, trägt Schleswig-Holstein.

Der Volkswagen-Partner Northvolt will 2025 in der Nähe von Heide in Dithmarschen mit der Fertigung von Batteriezellen beginnen und unterzeichnete dazu im Winter eine Absichtserklärung mit dem Land. Die endgültige Standortentscheidung soll dem Wirtschaftsministerium zufolge im Juli fallen. "Auf dem Weg dorthin sind noch letzte Fragen zu klären, bei denen Land und Bund tatkräftig unterstützen werden", heißt es in Berlin.

Die Investition in die Fabrik wird mit bis zu 4,5 Milliarden Euro beziffert. Es wird mit 3000 direkten neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Für Schleswig-Holstein ist es eine der größten Industrieansiedlungen überhaupt. Das Werk soll dazu beitragen, die Lieferketten für Elektromobilität in Deutschland und Europa gegenüber den bislang dominierenden asiatischen Zulieferern zu stärken.

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Nach Angaben von Northvolt ist es die dritte Gigafactory des Unternehmens. Die Fabrik soll eine jährliche Produktionskapazität von 60 Gigawattstunden erreichen. Das entspricht Batterien für rund eine Million Elektroautos. Insgesamt steigere das Unternehmen seine Herstellungskapazitäten damit auf 170 Gigawattstunden.

Northvolt habe sich für die Region Heide entscheiden, da dort ein Überschuss an erneuerbaren Energien existiere – erstens aus On- und Offshore-Windkraftanlagen und zweitens aus Zuleitungen aus Dänemark und Norwegen. Der deutsche Fabrikstandort soll zudem ein hohes Maß an Recyclingmaterialien für die Produktion verwenden. Northvolt hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2030 rund die Hälfte seines Materialbedarfs aus der Wiederverwertung abzudecken. Dazu werde es direkt neben der Fabrik einen Standort zum Batterierecycling geben.

(mki)