Baustoffhersteller Knauf Opfer von Cyberangriff

Der Baustoffhersteller Knauf meldet einen Cyberangriff auf seine IT-Systeme. Da diese teils heruntergefahren wurden, hakt es bei Bestellungen und Lieferungen.

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Aufmacher Baustoffhersteller Knauf Opfer von Cyberangriff

(Bild: Skorzewiak/Shutterstock.com)

Von
  • Dirk Knop

Der Baustoffhersteller Knauf wurde Opfer eines Cyberangriffs. Das gibt das Unternehmen auf seiner Webseite bekannt. Es komme zu Beeinträchtigungen bei Bestellungen und Lieferungen, teilt Knauf mit.

In der Nacht zum Mittwoch dieser Woche gegen 1 Uhr Nachts kam es demnach zu Cyberangriffen auf die IT-Systeme des Unternehmens. Das IT-Sicherheitssystem habe sofort reagiert und den Vorfall isoliert, schreibt Knauf weiter auf der Webseite.

Das Unternehmen Knauf meldet den Cyberangriff auf seiner Webseite.

(Bild: Screenshot)

Aus Sicherheitsgründen seien jedoch Teile der Systeme abgeschaltet worden. Dies diene unter anderem dazu, um daran forensische Untersuchungen vorzunehmen.

Der Betrieb sei aktuell eingeschränkt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten jedoch daran, die Probleme so schnell wie möglich zu beheben. Auf E-Mails könne der Hersteller derzeit nicht reagieren. Die Mitarbeiter seien jedoch per Handy und Teams erreichbar. Weitere Details gibt der Hersteller bislang nicht bekannt. So fehlen Details dazu, ob es sich etwa um eine Ransomware handelt, ob es Datenabflüsse oder Lösegeldforderungen gibt oder wie der Cyberangriff in das Netzwerk gelangen konnte.

Die Knauf-Unternehmensgruppe ist für Baustoffe wie Gips bekannt. Das Familienunternehmen ist nach eigener Auskunft auf fünf Kontinenten aktiv und in 90 Ländern vertreten; dort betreibe es mehr als 300 Werke. 2021 waren mehr als 40.000 Mitarbeiter dort beschäftigt, die einen Umsatz von 12,6 Milliarden Euro erwirtschafteten.

Derartige Cyberangriffe gehören inzwischen zur Tagesordnung. Am gestrigen Mittwoch wurde eine Cyberattacke auf den Essenslieferanten Apetito für Schulen und Kliniken bekannt. Vor etwa einer Woche gefährdete beispielsweise ein Cyberangriff auf die FH Münster die dortige Prüfungsphase. Vor rund zwei Wochen lähmte eine Cyber-Attacke auf eine IT-Firma einige Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet für Tage. Und nur wenige Tage zuvor kam es zum Cyberangriff beim Darmstädter Energieversorger Entega.

(dmk)