Belgien: Vignette für kleinen Grenzverkehr?

Eine Vignette für den kleinen Grenzverkehr mit Deutschland haben die deutschsprachigen Belgier im Osten des Landes verlangt.

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Anders als bei der Vignette in Österreich geht es beim kleinen Grenzverkehr in Belgien darum, unnötige Fahrten zu vermeiden, so der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Paasch.

(Bild: ASFiNAG)

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Damit sollten die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen beschleunigt werden, sagte der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, am Dienstag (24. März 2020) im Grenzort Kelmis. Paasch traf sich dort mit dem belgischen Innenminister Pieter De Crem an einem Grenzübergang, den täglich rund 10.000 Fahrzeuge passieren. Die neuen Kontrollen, die unnötige Fahrten verhindern sollen, behindern dort den Verkehr.

Paasch forderte nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga ein einheitliches Dokument, das zum Grenzübertritt trotz der Ausgangssperre in Belgien berechtigt. Solange dies nicht vorhanden sei, solle die Polizei auch Gehaltszettel oder Gesundheitskarten als Nachweis gelten lassen. Paasch betonte, täglich pendelten 5500 deutschsprachige Belgier nach Deutschland und weitere 4500 ins benachbarte Großherzogtum Luxemburg. Innenminister De Crem versprach, in Kürze würden an der deutsch-belgischen Grenzen ähnliche Kontrollen wie an den Übergängen in die Niederlande eingeführt.

(mfz)