BepiColombo: Merkur-Sonde erstmals am Bestimmungsort – aber nur kurz

Am Samstag erreicht BepiColombo erstmals ihr Ziel, den innersten Planeten Merkur. Noch ist sie aber zu schnell und bremst dort nur etwas ab.

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Künstlerische Darstellung von BepiColombo am Merkur

(Bild: ESA/ATG medialab)

Von
  • dpa

Sie ist dem Ziel so nah, doch nur für kurze Zeit. Die Merkur-Sonde BepiColombo wird am Samstag um 1.34 Uhr (MESZ) in nur rund 200 Kilometern Höhe am innersten Planeten des Sonnensystems vorbeisausen. Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist es der erste von insgesamt sechs Vorbeiflügen der Sonde an ihrem Zielplaneten. Die von der ESA aus dem Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuerte Sonde werde dann rund 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein.

BepiColombo muss auf seiner Hunderte Millionen Kilometer und mehrere Jahre dauernden Reise mehrfach an Planeten vorbeifliegen, um abgebremst zu werden, um so schließlich die endgültige Umlaufbahn um den Merkur zu erreichen. An diesem Samstag sollen der ESA zufolge von Kameras Bilder gemacht und zusätzlich Daten gesammelt werden. Anfang August war BepiColombo bei einem Rendevous mit der Raumsonde Solar-Orbiter an der Venus vorbeigeflogen.

Die ESA steuert nach eigenen Angaben derzeit 25 Satelliten, 22 vom Kontrollzentrum in Darmstadt aus. Die Raumsonde BepiColombo war im Oktober 2018 zu ihrer sieben Jahre dauernden Reise zum sonnennächsten Planeten Merkur gestartet. Mit zwei Satelliten an Deck soll sie ab Dezember 2025 die Oberfläche und das Magnetfeld des Himmelskörpers untersuchen. Das europäisch-japanische Gemeinschaftsprojekt mit Gesamtkosten von rund zwei Milliarden Euro soll dazu beitragen, die Ursprünge des Sonnensystems zu verstehen.

(mho)