Apple stoppt Verkauf von Lautsprechern und Kopfhörern

Apple hat Audioprodukte bekannter Marken wie Sonos aus seinem Retail-Angebot genommen – offenbar, um seinen eigenen Produkten keine Konkurrenz zu machen.

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Sonos

Der Lautsprecher-Spezialist Sonos hat auch Bluetooth-Geräte im Angebot.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

Von
  • Ben Schwan

Apple bereitet sich offenbar auf einen deutlichen Ausbau seiner hauseigenen Audioprodukte vor. Das lässt sich der Tatsache entnehmen, dass der Konzern damit begonnen hat, Fremd-Hardware aus seinen Retail- und Online-Läden zu entnehmen.

Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurden Produkte von Unternehmen wie Bose, Logitech / Urban Ears sowie Sonos gestrichen – die seit vielen Jahren Teil von Apples Shopping-Angebot waren. Nur Bose hatte Apple zwischenzeitlich aufgrund eines Patentstreits aus seinem Angebot genommen. Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der als ausgewiesener Apple-Experte gilt, meint, dass der Konzern mit der Maßnahme vermeiden will, eigenen Produkten Konkurrenz zu machen.

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Apple plant, demnächst diverse neue Audioprodukte einzuführen. Dazu gehört wohl ein verkleinerter und günstigerer HomePod-Smart-Speaker, neue Studio-Kopfhörer aus der AirPods-Linie – Over-Ear-Modelle mit High-End-Anspruch – sowie neue komplett drahtlose AirPods-Varianten. Weiterhin verkauft der Konzern über seine Tochter Beats zahlreiche Audio-Produkte – die Apple Stores bleiben in dieser Kategorie also keineswegs leer.

Laut Angaben von Bloomberg hat Apple die Strategie seit Ende letzten Monats umgesetzt. Mitarbeiter von Retail-Läden des Konzerns hätten in den vergangene Tagen damit begonnen, Geräte von Konkurrenten zu entfernen. Der Sonos-Aktie tat die Nachricht gar nicht gut, sie fiel zwischenzeitlich um 7 Prozent, erholte sich dann aber wieder etwas.

Apple hatte schon zuvor ähnlich reagiert, nachdem der Konzern bestimmte Produktkategorien erstmals besetzt hatte. So verschwanden Fitbit-Produkte aus Online- und Retail-Stores, nachdem die Apple Watch mit ihrer Fitness-Tracking-Funktion auf den Markt gekommen war. Das kostet die Anbieter stets Umsätze, da viele Apple-Käufer in den Ladengeschäften des Konzerns sowie online auch gleich Zubehör von Drittanbietern mitkaufen. (bsc)