Bericht: Microsoft will Sprachverarbeitungs-Spezialisten Nuance übernehmen

Nächster Milliardendeal von Microsoft? Laut US-Medien will der Software-Riese 16 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des Sprachspezialisten Nuance zahlen.

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(Bild: Denis Linine/Shutterstock.com)

Von
  • Axel Kannenberg
  • mit Material der dpa

Der US-Softwarekonzern Microsoft will Berichten zufolge mit einem Zukauf sein Angebot für Sprachverarbeitungsdienste ausbauen: Der Konzern befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Akquisition des KI- und Sprachverabeitungs-Spezialisten Nuance Communications, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Nuance ist unter anderem für seine Diktier- und Spracherkennungssoftware mit dem Markennamen Dragon bekannt.

Der Deal, dem eine Bewertung des Eigenkapitals (Equity Value) von – laut aktuellem Verhandlungsstand – rund 16 Milliarden Dollar (13,4 Mrd Euro) zugrunde liege, könnte laut Bloomberg schon in der neuen Woche angekündigt werden. Damit würde Nuance mit rund 56 US-Dollar je Aktie bewertet werden – ein Aufschlag von fast einem Viertel im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag von 45,58 Dollar.

Damit würde Microsoft seine Einkaufstour fortsetzen. Zuletzt hatte der Konzern seine Gaming-Sparte um die Spielkonsole Xbox mit dem milliardenschweren Zukauf von Zenimax Media gestärkt, der Mutterfirma des Spielepublishers Bethesda. Zudem hatten US-Medien im März über Gespräche über eine Übernahme der US-Firma Discord für über 10 Milliarden US-Dollar berichtet, einem Onlinedienst für Sprach-, Video- und Textchats, der sich anfangs vor allem an Computerspieler richtete.

Microsoft und Nuance arbeiten bereits seit 2019 im Bereich medizinischer Spracherkennung zusammen. Unter anderem lässt sich mit Tools diktierter Text wird in die Microsoft-Cloud schieben, wo die KI nach Angaben von Nuance automatisch die Dokumentation schreibt. Auch sollen sich Unterhaltungen mit Patienten aufnehmen und direkt in elektronische Patientenakten einfügen lassen. Der Kauf des Unternehmens wäre laut Bloomberg der zweitgrößte Deal in der Geschichte von Microsoft.

(axk)