"iPhone 14 Pro" angeblich mit zwei Kameralöchern

Apple gelingt es offenbar nicht, die Face-ID-Gesichtserkennung unters Display zu verbannen. Der "Notch" weiche einem runden und einem pillenförmigen Ausschnitt.

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Das bisherige iPhone-Design.

(Bild: Delmiro Junior/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Statt Kerbe künftig zwei gestanzte Löcher? Apple arbeitet einem bekannten Display-Analysten zufolge für das "iPhone 14 Pro" offenbar an einer radikalen Veränderung seines Front-Kamera-Designs. Hieß es zuletzt noch, der Konzern werde Teile des True-Depth-Moduls für die Gesichtserkennung Face ID unter das Display verschieben, gibt es nun neue Spekulationen, dass der "Notch" in den neuen Pro-Modellen durch ein rundes plus ein pillenförmiges Loch ersetzt werden soll, in denen die jeweiligen Komponenten stecken.

Ein pillenförmiges "Punch-Hole"-Design statt Einkerbung galt als jüngster durchgesickerter Look für das "iPhone 14 Pro". Dies hätte allerdings vorausgesetzt, dass es Apple gelingt, Face ID mitsamt Punktprojektor und anderen Bauteilen in In-Display-Bauweise zu realisieren. Doch das geht offenbar nicht, da die Infrarotkamera (noch) nicht zu passen scheint. Davon geht Ross Young von Display Supply Chain Consultants (DSCC) aus, der in der Vergangenheit in Sachen Apple-Bildschirm-Technik häufiger richtig gelegen hatte. "Nicht in diesem Jahr", schrieb er auf Twitter. "Nun eher 2023 oder 2024 für Infrarot unter dem Panel."

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Young glaubt, dass Apple den Notch künftig zweiteilt. Das pillenförmige Loch wäre demnach für Selfie-Kamera und Infrarot-Kamera für Face ID und der runde Ausschnitt für den Punktprojektor, der zentrales Element zur Gesichtserfassung ist. Dementsprechend würde Face ID nicht vor iPhone 15 Pro oder iPhone 16 Pro vollständig unter den Bildschirm wandern. Damit deckt sich Youngs Aussage mit einer Vorhersage des bekannten Apple-Analysten Ming-Chi Kuo, der dies schon im April letzten Jahres behauptet hatte.

Zum doppelten Loch passen auch Aufnahmen aus Apples Lieferkette, die bereits im Herbst auf Twitter aufgetaucht waren. Sie zeigen offenbar die Rückseite des Displays und darin zwei Löcher – einmal rund und einmal pillenförmig. Die Bauteile seien für 6,1 und 6,7 Zoll große Displays gedacht ("iPhone 14 Pro" und "iPhone 14 Pro Max"). An den Bildern lässt sich nicht ablesen, ob das Panel über dem zweiten, runden Loch geschlossen ist oder es ausgestanzt wäre.

Bei alldem fragt sich, welchen Vorteil Apple mit dem neuen Design hätte. Punch-Hole-Kameras gibt es bei Android-Geräten einige, doch zumeist nur in Form eines unauffälligen einzelnen runden Loches. Apples Variante wäre deutlich störender und nicht unbedingt ein Vorteil gegenüber dem einheitlicheren Notch. Auch bleibt unklar, wie Software mit den beiden Löchern umgehen soll. Zwischen beiden ist sehr wenig Platz für mögliche Inhalte. (bsc)