Bikes, Roller und Scooter: Neue Elektro-Flotte von Niu rollt an

Gleich sechs neue Fahrzeuge mit Elektroantrieb bringt Niu Schritt für Schritt auf den Markt. Neu dabei: Ein Pedelec und ein Hybrid-Moped.

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Niu MQi GT Evo

(Bild: Niu)

Von
  • Steffen Herget

Niu gehört zu den bekannteren Herstellern von Elektrorollern auf dem Markt. Auf der Motorradmesse EICMA hat das Unternehmen seine neuen Modelle für das kommende Jahr vorgestellt. Besonders spannend ist ein Konzeptfahrzeug mit Hybridantrieb.

Beim E-Roller MQi GT Evo hat sich Niu vor allem dem Drehmoment und der Beschleunigung gewidmet. Der über 100 km/h schnelle Roller schafft den Sprint von 0 auf 50 km/h laut Hersteller in 3,3 Sekunden. Der Nabenmotor bringt eine Leistung von 5 kW und wird von zwei herausnehmbaren Batterien mit Strom versorgt. Die maximale Reichweite gibt Niu mit 100 km an, in unter vier Stunden sollen die Akkus einmal komplett geladen werden. Smarte Funktionen wie schlüssellose Zündung und ein elektrisches Lenkradschloss sind in die App integriert. Der 6999 Euro teure stets matt lackierte Niu MQi GT Evo wird in schwarz, grau, weiß und orange angeboten.

Niu NQi GTS

(Bild: Niu)

Der NQi GTS bringt den Motor anders unter, hier sitzt das 5-kW-Aggregat als Kettenmotor in der Mitte des Fahrzeugs statt an der Nabe. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Modells liegt bei 80 km/h, mit einer Akkuladung sind 70 km Reichweite drin. Wie der MQi GT Evo besitzt auch der NQi GTS ein neues Farb-TFT-Display am Lenker. Der Preis für den NQi GTS beträgt 3.999 Euro.

Neu im Sortiment bei Niu: E-Scooter und Pedelecs. Während der E-Tretroller KQi3 nach erfolgreicher Indiegogo-Kampagne bereits bekannt war, stößt mit dem KQi2 ein weiteres Modell dazu. Der Scooter mit App-Anbindung kostet zum Start 499 Euro und kann eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h erreichen -- allerdings nicht in Deutschland, hier ist bei 20 km/h Schluss für diese Fahrzeugkategorie. Der KQi3 Max würde gar 35 km/h erreichen, auch er wird für den deutschen Markt jedoch abgeriegelt. Einen Preis für das Max-Modell nennt Niu noch nicht.

Niu BQi

(Bild: Niu)

Das E-Bike Niu BQi wird für knapp 1500 Euro angeboten. Das Stadtrad mit tiefem Einstieg und Riemenantrieb setzt auf einen Hinterradnabenmotor von Bafang, der 250 Watt Nenndauerleistung liefert. Eine Gangschaltung gibt es nicht. In der Version als S-Pedelec erreicht das BQi bis zu 45 km/h, beim normalen Pedelec setzt der Motor bei 25 km/h aus. Gleich zwei herausnehmbare Akkus sollen für eine Reichweite von bis zu 100 km sorgen. Ein Leichtgewicht ist das BQi allerdings nicht, inklusive Batterien bringt es satte 30 kg auf die Waage. Laut Hersteller verträgt das E-Bike aber auch stolze 130 kg Zuladung, das zulässige Gesamtgewicht gibt Niu mit 160 kg an.

Als Exot kommt das Konzeptfahrzeug YQi her. Es handelt sich hierbei um ein Hybridmotorrad mit zwei Antrieben: flüssigkeitsgekühlter 150-ccm-Motor und 2400-Watt-Elektrantrieb. Niu verkündet darüber hinaus nur wenige Details, verspricht aber Fahrleistungen, die sonst nur Motorräder mit mehr als 250 ccm Hubraum erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h, mehr als 250 km Reichweite sollen drin sein. Der Niu YQi bringt es auf ein Gewicht von 140 kg.

Niu YQi

(Bild: Niu)

Der Marktstart der Fahrzeuge erfolgt gestaffelt. Ab dem 1. März werden der MQi GT EVO, der NQI GTS und der KQi2 im Handel erhältlich sein. Der RQi und das BQi sind voraussichtlich ab Juli 2022 im Handel zu kaufen. Die Markteinführung des Hybrid-Rollers YQi ist erst für das erste Halbjahr 2023 geplant. Übrigens: Alle Niu-Roller und -Motorräder werden mit einer Prepaid-SIM-Karte von Vodafone geliefert, die für die Verbindung zur Niu-App gebraucht wird. Die App stellt Echtzeit-Informationen wie GPS, Diebstahlsicherung, Fernüberwachung, Rollerdiagnose und Support-Funktionen bereit und beliefert die Fahrzeuge mit Over-the-Air-Updates.

(sht)