Bitcoin & Co.: Chinas Banken dürfen keine Geschäfte mehr mit Kryptogeld machen

In China ist es Banken und Zahlungsdienstleistern nun untersagt, Geschäfte mit Kryptowährungen abzuwickeln. Investoren werden gewarnt.

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(Bild: Sittipong Phokawattana/Shutterstock.com)

Von
  • Martin Holland

China verschärft sein Vorgehen gegen Kryptowährungen weiter: Banken und Zahlungsdienstleistern wurde nun jegliches Geschäft mit Bitcoins & Co. untersagt. Das haben der Nationale Verband für Internetfinanzen, die Bankenvereinigung und der Verband für Bezahlungen und Clearing am Dienstag verfügt, berichtet nun unter anderem die chinesische Global Times.

Dabei bezogen sich die Organistionen unter anderem auf die Risiken die mit Kryptowährungen verbunden seien und warnten Investoren, dass Geschäfte damit nicht gesetzlich geschützt seien und damit erlittene Verluste selbst getragen werden müssten.

Die häufig als englischsprachiges Propagandaorgan dienende Zeitung verweist nun unter anderem auf die jüngsten Kursschwankungen der Währungen Bitcoin und Dogecoin. Die hängen eng mit den Äußerungen des Tesla-Chefs Elon Musk zusammen, der den Kryptomarkt mit widersprüchlichen Stellungnahmen zuletzt verunsichert hatte. So hatte er erst erklärt, dass Tesla Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren würde und auch selbst in die wichtigste Kryptowährung investiert hatte. Dann erfolgte vergangene Woche aber die Kehrtwende und unter Berufung auf die seit Langem bekannte schlechte Umweltbilanz folgte die Abkehr. Bei Dogecoin verursachte er in ähnlicher Weise ein Auf und Ab des Kurses.

Der nun erfolgte Schritt gegen Kryptowährungen wie den Bitcoin ist nur der jüngste in einer ganzen Reihe von Maßnahmen staatlicher Stellen in China. Vor allem wegen der niedrigen Strompreise dominiert das Land beim Bitcoin-Mining, der Umgang damit ist aber widersprüchlich. Mal werden Maßnahmen dagegen angekündigt, dann wieder zurückgezogen. Erst vor wenigen Tagen war prognostiziert worden, dass der Höhepunkt des Energiehungers der chinesischen Miner erst 2024 erreicht werden würde – wenn diese mehr als fünf Prozent der CO2-Emissionen Chinas aus der Stromerzeugung verantworten. Will China tatsächlich bis 2060 CO2-neutral werden, müssten den Minern Vorgaben gemacht werden, hieß es dazu.

Welche Folgen die Einschränkung der Bankengeschäfte für den Bitcoin & Co. nun haben werden, ist noch unklar. Der Kurs jedenfalls ist seitdem um weitere 10 Prozent gefallen und liegt inzwischen unter 40.000 US-Dollar. China arbeitet derweil weiter an einer staatlichen Digitalwährung, dafür gab es zuletzt immer mehr Tests. Wenn die Welt 2022 für die Olympischen Winterspiele nach Peking kommt, soll sie mit digitalen Yuan bezahlen.

(mho)