Börsenbeben und Kryptorutsch: Vermögen von Tech-Milliardären lassen Federn

Elon Musk bleibt zwar der reichste Mensch der Welt. Doch sein Vermögen schrumpfte laut Schätzungen um rund 60 Milliarden US-Dollar.

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(Bild: Vintage Tone/Shutterstock.com)

Von
  • Axel Kannenberg

Die Talfahrt an Börsen und Kryptomärkten trifft auch die Tech-Milliardäre. So bleibt etwa Elon Musk laut dem Bloomberg Billionaires Index mit 209 Milliarden US-Dollar nach wie vor reichster Mensch der Welt, büßte aber im Jahresvergleich rund 61 Milliarden US-Dollar ein. Das Vermögen des zweitplatzierten Amazongründers Jeff Bezos schrumpfte um etwas über 66 Milliarden auf nunmehr 126 Milliarden US-Dollar.

Ähnlich sackte demnach auch das Vermögen von Facebook-Chef Mark Zuckerberg ab – um 64,6 Milliarden US-Dollar auf derzeit 60,9 Milliarden US-Dollar, was ihm Rang 17 im Ranking von Bloomberg verschafft. Die Google-Gründer bringen jeweils rund 30 Milliarden weniger auf die Geldwaage: Sergey Brins Vermögen soll noch 93,6 Milliarden betragen, das von Larry Page nunmehr 97,6 Milliarden US-Dollar. Bei Microsoft-Gründer Bill Gates seien 25,4 Milliarden US-Dollar weniger zu verzeichnen, er wird auf 113 Milliarden US-Dollar und damit auf Rang 4 geschätzt.

Aktienbesitz, nicht zuletzt an den selbst gegründeten Firmen, dürfte einen erheblichen Teil am Vermögen der Tech-Milliardäre ausmachen. Entsprechend geht das aktuelle Börsengeschehen, das geprägt ist von Sorgen wegen hoher Inflation, zunehmenden Zinsen und drohender Rezession, nicht spurlos daran vorbei. Anleiherenditen zogen an und die Kurse der Aktien sackten weltweit ab.

Investoren befürchten, dass die in vielen Regionen der Welt hohen Teuerungsraten bald die Konsumlaune der Menschen trüben, da sie schlicht mehr Geld für Lebensmittel, Strom und Miete aufbringen müssen. Zudem könnte ein harter Kurs der Notenbanken zur Eindämmung der Inflation zur zusätzlichen Bremse werden, da Unternehmen und Verbraucher bei hohen Zinsen mit Blick auf kreditfinanzierte Investitionen und Ausgaben zurückhaltender werden dürften.

Gerade die Technologie-Aktien standen angesichts dessen in den letzten Wochen und Monaten erheblich unter Druck. So notiert etwa der stark techlastige US-Auswahlindex Nasdaq 100 mit aktuell rund 11.450 Punkten auf dem tiefsten Stand seit November 2020.

Ähnlich sieht es auch bei den Gewinnern des letztjährigen Kryptowährungshypes aus, der nun in eine rasante Talfahrt mit herben Verlusten gemündet ist. So schätzte Bloomberg das Vermögen von Changpeng Zhao, Gründer der weltgrößten Kryptowährungsbörse Binance, inzwischen auf etwas über 10 Milliarden US-Dollar. Anfang des Jahres lag der Wert laut Bloomberg noch bei rund 96 Milliarden. Sam Bankman-Fried, Gründer der Kryptobörse FTX, wiederum büßte 7,38 Milliarden US-Dollar an Buchwert ein auf nunmehr 8,84 Milliarden US-Dollar.

(axk)