Börsengang von McAfee rund 740 Millionen Dollar schwer

Drei Jahre nach der Unabhängigkeit von Intel kehrt die IT-Sicherheitsfirma McAfee wieder an die Börse zurück und kann damit Millionen einnehmen.

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(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Von
  • Wilhelm Drehling
  • mit Material der dpa

Die IT-Sicherheitsfirma McAfee hat bei ihrer Rückkehr an die Börse knapp 620 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Weitere 120 Millionen Dollar nahmen McAfee-Aktionäre durch den Verkauf von Anteilen ein. McAfee setzte den Ausgabepreis der Aktie in der Nacht zum Donnerstag auf 20 Dollar fest – und damit eher näher zum unteren Ende der anvisierten Spanne von 19 bis 22 Dollar.

McAfee mit Sitz im kalifornischen Santa Clara ist einer der Pioniere der IT-Sicherheits- und Antiviren-Branche, bekannt auch durch den umstrittenen Gründer John McAfee, mit dem die Firma aber abgesehen vom Namen längst nichts mehr zu tun hat. Zuletzt wurde der 75-Jährige in Spanien verhaftet und muss sich in der USA den Vorwürfen der Steuerhinterziehung und unlauterer Werbung für Kryptowährungen stellen.

Das 1987 gegründete Unternehmen war bereits bis zur Übernahme durch den Chip-Riesen Intel im Jahr 2010 an der Börse. Intel zahlte damals 7,7 Milliarden Dollar für McAfee, entließ die Firma aber 2017 wieder in die Unabhängigkeit. Seitdem ist McAfee in Privatbesitz. Mehrheitseigentümer ist der Finanzinvestor TPG, Intel behielt allerdings 49 Prozent.

Ende September beantragte McAfee das Kürzel MCFE an der New Yorker Nasdaq, gab damals aber noch keine Daten zum Emissionsvolumen an. Laut der Pressemitteilung von McAfee hat das Unternehmen nun 37 Millionen Anteile auf die Börse gebracht. Dem Börsenprospekt zufolge machte McAfee in den sechs Monaten bis Ende Juni einen Nettogewinn von 31 Millionen Dollar, der Umsatz betrug 1,4 Milliarden Dollar.

(wid)