Bonanza Mine: Intel entwickelt Bitcoin-Miner

Intel will beim Krypto-Mining mitmischen: Im Februar stellt die Firma Spezialchips zum Schürfen von Bitcoin vor.

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(Bild: mk1one/Shutterstock.com)

Von
  • Mark Mantel

Die Kryptowährung Bitcoin könnte sich künftig auch mit Intel-Hardware gewinnbringend schürfen lassen – nicht jedoch mit den kommenden Arc-Grafikkarten, sondern mit anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs). Im Falle von Bitcoin-ASICs können solche nichts anderes, als massenhaft SHA-256-Hashes zu berechnen. Das Ziel: Rechtzeitig einen passenden Hash für einen Bitcoin-Block berechnen, um so die Mining-Belohnung abzustauben.

Für die kommende International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) 2022 hat Intel einen Vortrag über den ASIC "Bonanza Mine" eingereicht – "ein energieeffizienter Bitcoin-Mining-ASIC mit extrem niedriger Spannung". Der Bonanza-Mine-Chip ist im ISSCC-Programm (PDF) unter Punkt 21.3 aufgeführt. Der Zusatz "DS2" bedeutet, dass Intel eine Live-Demo plant, die für den Nachmittag des 23. Februars angesetzt ist. Ob die ASICs in den Verkauf gelangen, bleibt abzuwarten, zumindest die Entwicklung hat bei Intel aber schon mal stattgefunden.

Marktführer bei Mining-Hardware für Bitcoin ist der chinesische Hersteller Bitmain, der die sogenannten Antminer als geschlossene Schürfsysteme entwickelt. Aktuelle Ableger berechnen 100 bis 200 Terahashes pro Sekunde und sind der Grund, warum sich Grafikkarten nicht mehr zum Schürfen von Bitcoin eignen: Ein ASIC ist schneller als Hunderte GPUs.

Die Webseite Tom's Hardware hat auf Intels Gaming-Youtube-Kanal derweil eine Interview-Stelle mit Raja Koduri ausfindig gemacht, bei der es um den möglichen Verkauf von Mining-Hardware geht. Koduri leitet bei Intel als Senior Vice President die Entwicklungsteams von GPUs und Beschleunigerchips.

Im Interview heißt es: "Die Möglichkeit, eine viel effizientere Blockchain-Validierung zu viel geringeren Kosten und mit viel weniger Energie durchzuführen, ist ein ziemlich lösbares Problem. Wir arbeiten daran und irgendwann, hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft, werden wir interessante Hardware für diesen Anwendungszweck vorstellen."

(mma)