Boston Dynamics: Roboter Spot für 74.500 US-Dollar zu kaufen

Später als ursprünglich geplant hat Boston Dynamics damit begonnen, den eigenen Roboter Spot zum Verkauf anzubieten. Bislang können nur US-Kunden zuschlagen.

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Von
  • Martin Holland

Boston Dynamics bietet den vierbeinigen Roboter Spot nun zum Verkauf an, zu einem Preis von 74.500 US-Dollar (rund 66.100 Euro) und vorerst nur in den USA. Erstmals können Unternehmen den Roboter damit kaufen, zuletzt wurden sie an Interessenten über kurze Zeiträume geleast.

Für das US-Unternehmen ist das eine wichtige Premiere, lange sorgte Boston Dynamics lediglich mit immer neuen Videos seiner beeindruckend agilen Roboter für Aufsehen, nun sollen sie der Firma auch Geld bringen. Angekündigt worden war die Markteinführung von Spot ursprünglich für 2019.

Im Rahmen eines Early Adopter Programs wurden zuletzt insgesamt 150 der Roboter in den vergangenen Monaten von Unternehmen in den USA und anderen Staaten genutzt, schreibt Boston Dynamics. Sie hätten unter anderem Baufortschritte dokumentiert und gefährliche Umgebungen untersucht, aber auch kreative Nutzung erfahren, etwa als Tänzer auf Bühnen. Eingesetzt wurden die Roboter demnach an ganz unterschiedlichen Orten – Kraftwerken, Nukleareinrichtungen, Fabriken, Baustellen und Laboratorien. Hilfreich sei hier die modulare Plattform des Roboters, der leicht an die Anforderungen angepasst werden können, etwa mit Kameras oder einem Roboterarm.

(Quelle: BostonDynamics)

Wer den Roboter bestellt, muss direkt 10.000 US-Dollar anzahlen und sich auf eine Wartezeit von sechs bis acht Wochen einstellen. Mitgeliefert wird demnach dann ein Ladegerät, zwei Akkus, ein Tablet für die Steuerung (inklusive Ladegerät), Koffer zur Aufbewahrung. Software und ein Update-Versprechen gibt es ebenfalls. Für einen begrenzten Zeitraum übernimmt Boston Dynamics die Lieferkosten. Interessenten außerhalb der USA steht demnach weiterhin das Leasing-Programm offen, wann sie den Roboter dann auch kaufen können, sagt Boston Dynamics nicht.

Vor einem Jahr hatte es das Unternehmen als aktuelle Herausforderung bezeichnet, die Produktion des Roboters auf 1000 Stück pro Jahr hochzufahren. Anfang dieses Jahres wurde dann der CEO ausgetauscht, unter anderem mit dem Ziel, einen stärkeren Fokus auf das wirtschaftliche Wachstum zu legen. Nun wird sich zeigen, wie groß das Interesse an den flexiblen Robotern des Unternehmens tatsächlich ist.

(mho)