Bricking nach Upgrade auf Monterey: Apple reicht neue Firmware nach

Der Konzern räumt ein, dass es auf Intel-Macs mit T2-Chip zu Bootproblemen nach Installation von macOS 12 kommen kann. Ein BridgeOS-Update hilft nicht allen.

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macOS 12 alias Monterey.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat einen Teil seiner macOS-12-Installationsroutine abgeändert und mit einer neuen Firmware ("BridgeOS") für den hauseigenen Controller- und Sicherheitschip T2 ausgestattet. Grund sind Berichte von Nutzern von Intel-Macs, deren Maschinen nach dem Upgrade unbenutzbar gemacht wurden und plötzlich nicht mehr booten. Wer in diese Situation geraten ist, erhält hier allerdings durch die Änderung keine Abhilfe, sondern muss sich nach wie vor mit dem Support des Konzerns auseinandersetzen.

Seit Anfang November beziehungsweise dem 25. Oktober, dem offiziellen Releasetermin von macOS 12 alias Monterey, gibt es zahlreiche Betroffenenberichte. Allen gemeinsam ist, dass sie einen Intel-Mac mit T2-Chip haben, den Apple seit 2018 verbaut und auch 2020 noch in letzte Intel-Maschinen (darunter iMac, MacBook Air und MacBook Pro) steckte. In einem Statement gegenüber US-Medien teilte Apple mit, dass man ein Problem "mit der Firmware auf dem Apple-T2-Sicherheitschip" identifiziert und behoben habe, das "eine kleine Anzahl von Nutzern daran hinderte, ihren Mac nach dem macOS-Update zu booten".

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Eine neue Firmware stehe nun zusammen mit den existierenden macOS-Updates bereit. Neben macOS 12 sollen Nutzern zufolge auch Sicherheitsupdates für Catalina sowie macOS 11.6.1 betroffen gewesen sein. Ob Apple auch hier ein neueres BridgeOS mitliefert, ist unklar; dafür spricht, dass das Unternehmen von "macOS-Updates" in der Mehrzahl spricht. Der T2 dient unter anderem zur Verwaltung von Touch-ID-Fingerabdrücken, zur Verschlüsselung der SSD und diversen anderen sicherheitsrelevanten Funktionen.

Zwar ist es schön, dass der Konzern den Fehler entdeckt und ausgeräumt hat. Usern, die jedoch bereits betroffen sind, hilft das aber zunächst nichts, weil ihre Maschine kaputt bleibt. Zur Reparatur benötigt man an einen weiteren Mac, um diesen über den Apple Configurator in den DFU-Modus (Device Firmware Upgrade) zu versetzen – wie das geht, steht hier. Es ist allerdings sinnvoller, den Apple-Support zu kontaktieren, um sich dort direkt helfen zu lassen – das geht bei autorisierten Reparaturbetrieben ebenso wie im Apple Store. Apple selbst teilt mit, dass "alle Nutzer, die von dem Problem betroffen sind", den Apple-Support kontaktieren sollen, der dann Beistand leiste. (bsc)