Browser-Anbieter Opera will die litauische Fjord Bank kaufen

Opera will die Fjord Bank kaufen. Der Browser-Anbieter besitzt bereits 10 Prozent der Onlinebank, für die komplett-Übernahme müssen Aufsichtsbehörden zustimmen.

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(Bild: Opera)

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Der Browser-Anbieter Opera erweitert sein Portfolio im Bereichen Finanzen. Nachdem er Anfang des Jahres bereits das Fintech PocoSys gekauft hat, steht nun die Übernahme der litauischen Fjord Bank an. Opera ist bereits im Besitz von 10 Prozent des Unternehmens, um den Rest zu übernehmen, müssen noch Aufsichtsbehörden zustimmen.

Die Fjord Bank ist eine online-Direktbank mit einer europäischen Bankenlizenz, die 2017 von Norwegern und Schweden gegründet wurde. Mit der Fjord Bank will Opera in Europa Finanzdienstleistungen anbieten können. "Schauen wir uns die Fintech-Branche in Europa an, glauben wir, es brauche größere Herausforderer, die den Menschen kluge und selbstbestimmte Möglichkeiten für ihre Finanzen bieten", schreibt Krystian Kolondra, EVP bei Opera in einer Pressemitteilung. Man warte nun nur noch auf die Zustimmung von Aufsichtsbehörden – welche das konkret sind, ist dabei nicht erwähnt. Auch ist der Umfang des geplanten Angebots für Kunden noch nicht genauer beschrieben.

Opera macht bereits einen Teil seines Umsatzes durch Fintech-Produkte. In mehreren afrikanischen Ländern, Indien und Mexiko bietet das Unternehmen Kleinkredite an. Dafür hagelte es allerdings auch schon Kritik. Anfang des Jahres warf Google Tochter-Apps von Opera aus dem Play Store, weil diese gegen die Regel verstoßen haben sollen. Die darüber angebotenen Mikrokredite sollen in Entwicklungsländern mit absurd hohen Zinsen verknüpft gewesen sein. Zudem warf ein Analyseunternehmen dem CEO vor, 40 Millionen US-Dollar aus dem Unternehmen in andere Firmen umgeleitet zu haben. Von finanziellen Schwierigkeiten war ebenfalls die Rede. Opera entgegnete, dass der Bericht fehlerhaft sei und es dem Unternehmen auch finanziell gut gehe.

50 Millionen aktive Nutzer hat Opera als Browser nach eigenen Angaben in Europa monatlich, weltweit sollen es 360 Millionen sein. Neben dem Browser-Geschäft und den Finanzdiensten arbeite man auch an einem KI-basierten Nachrichtenangebot namens Opera News.

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(emw)