Browser-Erweiterung ClearURLs im Chrome Web Store nicht mehr verfügbar

Google hat anscheinend die Erweiterung ClearURLs aus dem Chrome Web Store verbannt. Das Addon verbannt Elemente, die zum Tracking genutzt werden.

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(Bild: monticello / Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

ClearURLs entfernt Tracking-Elemente aus der URL. Die Erweiterung war bisher für Firefox und Chrome verfügbar. Nun hat Google sie offenbar aus dem Chrome Web Store geworfen. Die Suche danach führt zu einer Fehlermeldung.

Der Entwickler von ClearURLs, Kevin Roebert, hat dem Portal BleepingComputer gesagt, er glaube, seine App habe inzwischen so viele Nutzer, dass sie für Google unliebsam wurde. Google verdiene schließlich sein Geld mit Tracking. In URLs stecken oftmals zahlreiche Elemente, die ausschließlich dem Tracking dienen.

Offiziell habe Google Roebert als Grund genannt, dass die Erklärung zur Erweiterung zu ausführlich gewesen sei und nicht den Richtlinien des Chrome Web Stores entsprochen habe. "Die Nennung aller an ClearURLs beteiligten Entwickler und Übersetzer verstoße gegen Googles Regeln, weil es die Nutzer verwirren kann." Außerdem moniert Google, fehlen der Erklärung Hinweise auf Funktionen, wie die Protokollierung und ein irreführender Spendenknopf sowie der Bedarf für den ClipboardWrite-Zugriff.

In vielen Foren soll diskutiert werden, ob die beanstandeten Probleme tatsächlich zu beanstanden sind und Grund genug für die Löschung gewesen sein können. Oder ob Google wirklich in einer relativ kleinen Erweiterung künftige Probleme wittern könnte und deshalb dagegen vorgeht.

So oder so arbeitet Google daran, die eigenen Tracking-Gewohnheiten zu ändern. Zunächst sollen alle Drittanbieter-Cookies verschwinden. Stattdessen möchte Google, dass lokal im Browser Interessensgruppen gebildet werden, denen dann passende Werbung angezeigt wird. Diese Federated Learning of Cohorts (FLoC) genannte Methode steht allerdings in der Kritik, da unter anderem noch nicht klar ist, was Google trotzdem noch über etwa den Browser selbst und First-Party-Cookies zu einzelnen Nutzern herausfinden kann.

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(emw)