Bundesweite Durchsuchungen gegen Hass im Netz

In elf BundeslÀndern hat die Polizei Wohnungen durchsucht und Beschuldigte vernommen, die online Hass und Hetze verbreitet haben sollen.

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(Bild: Shutterstock)

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  • dpa

Bei einem europaweiten Aktionstag gegen Hass und Hetze im Internet hat die deutsche Polizei in elf BundeslĂ€ndern mehr als 80 Wohnungen und andere GebĂ€ude durchsucht. Dabei sei es um die Sicherstellung von Smartphones und Laptops gegangen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Dienstag mit. Knapp 100 Beschuldigte sollten zu mutmaßlich von ihnen veröffentlichten Hasskommentaren vernommen werden.

Bei der sechsten Auflage des Aktionstages hĂ€tten sich in diesem Jahr auch sechs weitere europĂ€ische Staaten beteiligt. In diesen BundeslĂ€ndern schlugen die Ermittler nach Angaben des BKA zu: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erklĂ€rte dazu: "Das konsequente Vorgehen von Polizei und Justiz dient dem Schutz aller Menschen, die im Netz bedroht und diffamiert werden. Menschen- und Demokratiefeinde schĂŒren ein gefĂ€hrliches Klima der Gewalt. Aus Worten können Taten werden."

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Wer hetzt und droht, mĂŒsse mit Anklagen und Verurteilungen rechnen. Der Hass treffe Juden, Muslime, FlĂŒchtlinge, politisch engagierte Menschen – und unter all diesen besonders hĂ€ufig Frauen, bis hin zu widerwĂ€rtigen Vergewaltigungsdrohungen. "Ich möchte Betroffene von Hasspostings ermuntern, konsequent Strafanzeigen zu stellen, damit diese Taten verfolgt werden können", erklĂ€rte die SPD-Politikerin.

(axk)