Bundeswettbewerb Informatik: Die Sieger der 38. Ausgabe stehen fest

Das Finale des 38. Bundeswettbewerbs Informatik fand erstmals digital statt. Sechs Sieger wurden als Nachwuchstalente gekrönt.

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(Bild: Bundeswettbewerb Informatik)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Zwei Runden mussten sie schon überstehen, um das Finale zu erreichen. Nun war es so weit und die 23 Finalisten traten um einen Platz als Sieger des Bundeswettbewerbs Informatik an. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb, der zum 38. Mal stattfand, von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) – erstmals allerdings digital.

Insgesamt waren 1462 Schülerinnen und Schüler vor bereits mehr als einem Jahr gestartet, um als Nachwuchstalent zu überzeugen. Dabei mussten sie etwa Programme zur idealen Bepflanzung von Blumenbeeten schreiben und die Energieversorgung eines Roboters sichern. In der Endrunde mussten sie zudem Gespräche mit Experten führen und innerhalb einer vorgegebenen Zeit zwei Informatik-Probleme im Team lösen. Eine der Aufgaben betraf die Logik hinter dem "Schweizer System" zur Durchführung von Schachturnieren, bei der zweiten Aufgabe mussten sie Protokolle für den sicheren und verschlüsselten Austausch von Nachrichten schreiben. "Wissen und Fähigkeiten der Finalisten haben auch in diesem Jahr gezeigt, dass der Bundeswettbewerb Informatik es immer wieder schafft, Spitzentalente zu entdecken", sagt der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Christoph Weidenbach.

Als Bundessieger ausgezeichnet wurden an diesem Freitag: Niclas Dern (17 Jahre alt) aus Freiburg, Nikolaus Knopf (17 Jahre alt) aus Köln, Alexander Rahlff (18 Jahre alt) aus Neubiberg, Tim Rohde (18 Jahre alt) aus Marburg, Simon Skade (17 Jahre alt) aus Berlin und Yorick Zeschke (17 Jahre alt) aus Berlin. Die sechs Nachwuchstalente erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro, zudem werden sie in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Simon Skade ist zudem wegen seiner herausragenden Leistung mit dem Ingo-Wegener-Preis ausgezeichnet worden.

Weitere Preisträger, die jeweils 500 Euro bekommen, sind Lea Herrmann (17 Jahre alt) aus Haan, Antony Kamp (19 Jahre alt) aus Jena, Ole Petersen (19 Jahre alt) aus Mainz und Lucas Schwebler (16 Jahre alt) aus Sandhausen.

Der Bundeswettbewerb Informatik wird jährlich ausgetragen. Teilnehmen dürfen Jugendliche bis 21 Jahre, die noch kein Studium aufgenommen haben und noch nicht berufstätig sind. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Träger sind die Gesellschaft für Informatik, der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik.

Es gibt auch den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik, der sich an jüngere Schüler richtet. Ziel der Wettbewerbe ist es, das Interesse an Informatik zu wecken und Talente zu finden sowie zu fördern. Aus dem Pool an Teilnehmern wird das Team für die internationale Informatik-Olympiade besetzt.

(emw)