CDEvents: Einheitliches Format für herstellerneutrale Eventdaten entsteht

Eine Tochter der Linux Foundation hostet CDEvents, ein Projekt zur herstellerneutralen Spezifizierung des Formats von Eventdaten.

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(Bild: metamorworks / Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Die Continuous Delivery Foundation (CDF) hat mitgeteilt, dass sie CDEvents hostet, ein Projekt zur herstellerneutralen Spezifikation des Formats von Ereignisdaten. Das neue Projekt soll die Interoperabilität zwischen Diensten, Plattformen und Systemen in der Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD) gewährleisten. Im Zentrum stehen dabei die Abläufe in der modernen Produktion und deren Automatisierung, die auf zahlreichen Komponenten beruht zum Entwickeln, Errichten, Testen, Deployen und Überwachen komplexer Anwendungen.

Heutige CI/CD-Systeme kommunizieren noch nicht auf eine standardisierte Weise untereinander, wodurch es häufig im gesamten Continuous-Delivery-Ökosystem zu Problemen mit der Interoperabilität kommt. Dieser Mangel an Einheitlichkeit zum Beschreiben von Events zwingt Entwicklerinnen und Entwickler laut CD Foundation oft zu konstantem Neulernen der Art, wie sie mit Events umgehen. Libraries, Tools und Infrastruktur für die Delivery von Eventdaten über verschiedene Umgebungen wie SDKs hinweg, aber auch Router oder Tracingsysteme sind daher nur begrenzt verfügbar.

Besonders in der Industrie besteht daher ein erhebliches Interesse an einer Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Formate von Eventdaten, die allen CI/CD-Praktizierenden zugute kommt, unabhängig von einer bestimmten Branche oder Firma. Zu den Gründungsmitgliedern des CDEvent-Projekts gehören unter anderem Dynatrace, IBM, Ericsson und das Jenkins-Team.

Ein gemeinsames Format für Ereignisse in dem Bereich würde ein Ökosystem an Tools ermöglichen zum Sammeln, Speichern, Visualisieren und Analysieren von Events auf verschiedenen CD-Plattformen. Verschiedene Anwendungsfälle kommen dabei in den Sinn wie das Messen von DevOps-Metriken und DevOps-Leistung, aber auch das Visualisieren von End-to-End-Workflows von der Entwicklung bis zu den Abläufen im Betrieb.

Die Continuous Delivery Foundation ist Teil der Linux Foundation und damit befasst, Best Practices für die Automatisierung der Softwareauslieferung zu erarbeiten. Unter anderem hat die Stiftung auch Jenkins und Spinnaker unter ihren Fittichen. Die Entwicklung des neu angekündigten Event-Projekts innerhalb der CD Foundation geschieht in der Untergruppe Special Interest Group Events, und das Ziel ist eine allgemeine Spezifikation für Continuous-Delivery-Events. Die aktuelle Version der CDEvents-Spezifikation ist ab sofort frei auf GitHub verfügbar, und weitere Informationen lassen sich dem Blogeintrag auf der Website der Continuous Delivery Foundation entnehmen.

(sih)