CNCF hebt verteilte Cloud-native Storage-Plattfom CubeFS auf neue Stufe

Das Technical Oversight Committee der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) befördert das verteilte Speichersystem CubeFS vom Sandbox- zum Inkubator-Projekt

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(Bild: CubeFS)

Von
  • André von Raison

Mit dem Wechsel vom Sandbox- zum Inkubator-Projekt hat das Technical Oversight Committee (TCO) der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) die Cloud-native Speicherplattform CubeFS befördert. Das ursprünglich als ChubaoFS initiierte CubeFS ist eine Cloud-native verteilte Speicherplattform, die als Speicherinfrastruktur für Online-Anwendungen eingesetzt wird, die von Kubernetes, Datenbanken und Plattformen für maschinelles Lernen orchestriert werden.

CubeFS hat diverse Schnittstellen und verwendet eine Architektur zur Trennung von Speicher und Datenverarbeitung. Weiter bietet es elastische und skalierbare Metadatendienste, unterstützt zwei Speicher-Engines – Replicate und ErasureCode – und beherrscht die drei Zugriffsprotokolle S3, POSIX und HDFS.

CubeFS besteht aus einem Metadaten-Subsystem, einem Daten-Subsystem und einem Ressourcenmanager. Die in Containern laufenden Clients können es über verschiedene Dateisysteminstanzen (Volumes) aufrufen.

(Bild: Projektdokumentation CubeFS)

Gleichzeitig mit dem Statuswechsel von CubeFS ist die vor allem durch ihre mobilen Geräte bekannte Firma OPPO – seit 2020 maßgeblicher CubeFS-Projekt-Maintainer – der CNCF als Gold-Member beigetreten. Man werde auch weiterhin in das Projekt investieren und zusammen mit der Community ein nachhaltiges Technologie-Ökosystem aufzubauen. In der offiziellen Ankündigung wird Chris Aniszczyk, CTO der CNCF, zitiert: OPPO habe maßgeblich dazu beigetragen, CubeFS zu einem CNCF-Inkubationsprojekt zu machen, das eine von Kubernetes orchestrierte zugrundeliegende Speicherinfrastruktur für Online-Anwendungen, Datendienste und Machine Learning ermöglicht.

Die Ursprünge des unter der Apache-Lizenz 2.0 stehenden Open-Source-Projekts liegen im März 2019 mit der Version 1.0.0. Ende 2019 wurde CubeFS in die CNCF-Sandbox aufgenommen. Die Community hat Maintainer aus mehreren Unternehmen und über 90 Entwickler, darunter Cloud-Service-Anbieter und Endnutzer, die zum Projekt beitragen. Es wird in Hybrid Cloud, Cloud Native Data Lake, maschinellem Lernen, Online-Diensten und anderen Umgebungen eingesetzt. Das Projekt nennt in seiner Online-Dokumentation explizit fünf besonders geeignete Szenarien: Machine Learning, ElasticSearch, Nginx-Logs, Big Data mit Apache Spark und MySQL-Backups. Laut CNCF setzen mehr als zehn Unternehmen CubeFS bereits produktiv ein, darunter OPPO, JD.com, NetEase und Shell, sowie einige Hightech-Start-ups.

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(avr)