CPU-Sicherheitsmodul "Pluton": Intel verspricht Wahlmöglichkeit

Intel und AMD veröffentlichen ihre Sicht auf kommende x86-Prozessoren mit eingebautem Microsoft-Pluton-Controller als Root of Trust.

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(Bild: Intel)

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  • Christof Windeck

In sämtlichen AMD- und Intel-Prozessoren für Windows-PCs (und -Notebooks) soll künftig der Microsoft-Controller "Pluton" stecken, der eine sogenannte Root of Trust mit kryptografischem Microsoft-Schlüssel direkt in der CPU verankert. Nachdem Microsoft das Projekt Pluton angekündigt hat, haben AMD und Intel eigene Informationen dazu veröffentlicht.

Beide Hersteller betonen, dass sie mit ihren jeweiligen integrierten Sicherheitscontrollern AMD Secure Processor (früher Platform Security Processor/PSP) und Intel Converged Security and Management Engine (CSME) schon jetzt Hardware-Sicherheitsfunktionen bereitstellen, etwa Firmware-TPMs (fTPM). Diese sollen auch in Zukunft weiter verfügbar bleiben.

Intel hebt hervor, dass man Pluton zusätzlich und "als Wahlmöglichkeit" (as a choice) in kommende Prozessoren integrieren werde. Zudem nennt Intel noch die zahlreichen hauseigenen Schutzmaßnahmen wie Boot Guard, BIOS Guard und Hardware Shield und verweist auf die Neuerungen von CSME 15.0, die mit Tiger Lake gestartet ist und unter anderem CET ermöglicht.

AMD-Zen-Prozessoren bekommen künftig Microsoft Pluton zusätzlich zum AMD Secure Prozessor.

(Bild: AMD)

AMD wiederum meldet, dass man an der Entwicklung von Pluton mitgewirkt habe und den Vorgänger schon seit 2013 in eigenes Silizium eingebaut hat, nämlich beim Prozessor für die Xbox One.

Pluton soll auch in ARM-SoCs von Qualcomm für Windows-Rechner eingebaut werden.

(ciw)