CPU-Zugriff auf Grafikspeicher: Asus schaltet AMDs SAM für Intel frei

Für Mainboards mit den Chipsätzen Z490, H470, B460 und H410 stehen Beta-BIOS-Updates bereit, welche die Bildrate in Spielen erhöhen.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Zur Vorstellung der Radeon-Grafikkarten RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 hat AMD die Funktion Smart Memory Access (SAM) als Plattform-Feature von Ryzen 5000 und Radeon RX 6000 vermarktet. Ein aktueller Prozessor kann im Zusammenspiel eines X570- oder B550-Mainboards ohne Umweg über den Arbeitsspeicher auf das RAM der GPU zugreifen. Je nach Spielszenario lässt sich die Bildrate damit mehr oder weniger stark verbessern.

Hinter dem schicken Marketingbegriff SAM verbirgt sich eine altbekannte PCI-Express-Funktion, die den Grafikspeicher für den Prozessor freigibt: Base Address Register (BAR). Das Ganze ist keinesfalls auf AMDs Plattform beschränkt, hilft dem Chiphersteller zum Start aber bei der Vermarktung von Ryzen-Radeon-PCs.

Asus bringt SAM beziehungsweise BAR in einer ersten Welle von Beta-BIOS-Versionen auf LGA1200-Mainboards mit den Intel-Chipsätzen Z490, H470, B460 und H410. Das Ganze funktioniert folglich mit Prozessoren aus der 10. Core-i-Generation, etwa dem 10-Kerner Core i9-10900K.

Die Updates lassen sich auf Asus' Produktseiten der Mainboards finden. Nach dem Flash-Vorgang tauchen im Advanced-Menü des UEFIs im Reiter PCI Subsystem Settings die beiden Optionen "Re-Size BAR Support" und "Above 4G Decoding" auf. Beides müssen Nutzer aktivieren, damit der Prozessor auf den vollen Speicher der Grafikkarte zugreifen kann.

Asus hält sich derweil an die Leistungsprognose von AMD: In Ausnahmefällen steigt die Bildrate um mehr als 10 Prozent, etwa im Rennspiel "Forza Horizon 4", meistens aber eher im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Auch die Intel-Variante funktioniert vorerst nur mit Radeon-Grafikkarten samt aktuellem Treiber – Nvidia will in einem künftigen Treiber-Update eine eigene Implementierung bringen.

(mma)