Calliope mini 2.0 lieferbar

Den Mikrocontroller, der den Einstieg in das Programmieren erleichtern soll, gibt es jetzt in einer neuen Version, die die Nutzung in Schulen vereinfacht.

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Calliope mini 2.0 lieferbar
Von
  • Elke Schick

Der Calliope mini kam 2017 nach Vorbild des BBC Mikrobit, der in Großbritannien für den Schulunterricht entwickelt wurde, auf den Markt. Der Mikrocontroller, der durch seine Sternform auffällt, sollte es auch an deutschen Schulen jeder Art ermöglichen, Coding in allen Unterrichtsfächern einzusetzen. Der Calliope mini kann mit verschiedenen kostenlosen Editoren online programmiert werden. Sensoren und Aktoren können einfach per Steckverbindung oder Krokodilklemmen angeschlossen werden. Darüber hinaus verfügt er über eine 5x5 LED-Matrix und 4 analoge Eingänge, die als Touch-Schalter eingesetzt werden können.

Alt und neu: Links der Calliope mini 1.0, rechts die Version 2.0.

Seit kurzem ist die Version 2.0 des Calliope mini auf dem Markt. Die wichtigste Veränderung zum Vorgänger ist der neue Flashspeicher mit 256 kB RAM. So können jetzt bis zu 25 Programme auf dem Mikrocontroller gespeichert werden. Bei Auslieferung sind auf dem Calliope mini 2.0 bereits genau 25 Programme enthalten, die sich vom Würfel, über ein Orakel bis zum Kopfrechentrainer erstrecken.

Viel wichtiger ist jedoch, dass der Flashspeicher den kontinuierlichen Einsatz auch ohne PC ermöglicht. Diese Neuerung ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Realität an den meisten deutschen Schulen. Dort ist die Ausstattung mit Computern häufig noch auf einen Computerraum beschränkt, vielleicht auch auf zwei, und der Zugang ist beschränkt. Wollte man den Mikrocontroller bisher in unterschiedlichen Fächern mit verschiedenen Programmen einsetzen, musste man zuerst Zugang zu einem Computerraum erhalten.

Die Pinouts des neuen Calliope mini sind mit der alten Version praktisch deckungsgleich.

Nun kann man den Mikrocontroller an ein bis zwei Terminen programmieren und dann dauerhaft einsetzen. Durch Kooperationen mit unter anderem dem Cornelsen Verlag und der Roberta Initiative gibt es inzwischen umfangreiche Unterrichtsmaterialien für den Einsatz des Mikrocontrollers. Mit der neuen Version ist es jetzt auch möglich, den Calliope mini einfach als weiteres Werkzeug im alltäglichen Unterricht einzusetzen. Die neue Version kann so zum Beispiel in der Grundschule parallel für die Vermittlung von Elektronik-Grundkenntnissen, Regeln der Rechtschreibung und Kopfrechen-Training eingesetzt werden.

Das Starter-Set des Calliope mini 2.0 umfasst wie bisher alles, was zur Inbetriebnahme notwendig ist.
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Der Mikrocontroller ist beim Hersteller selbst und bei Cornelsen Experimenta einzeln und als Klassensatz erhältlich. Darüber hinaus gibt es sehr umfangreiches und gut aufbereitetes Material für den Einsatz in Schulen zum kostenlosen Download. Wem das noch nicht reicht, der kann auf den Projektseiten, den Communityseiten, auf Github und auf Hackster.io nach weiteren Einsatzmöglichkeiten schauen.

Update: Technische Angaben korrigiert. (esk)