Camo: iPhone als bessere iSight

Apple-Rechner enthalten nur sehr mittelmäßige Webcams. Mit einer App lässt sich nun das Smartphone für Videochats nutzen.

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(Bild: Reincubate)

Von
  • Ben Schwan

Aus dem Heimbüro in die Welt. Videochats sind in der Corona-Krise zum Alltag geworden. Nutzer von MacBook, MacBook Air, MacBook Pro und iMac kommen dabei allerdings nicht immer wirklich gut rüber: Der Grund ist, dass die in Macs verbaute iSight-Kamera von Apple völlig veraltet ist. Die verbaute Technik leistet nicht mehr als 720p-Auflösung, das Bild ist je nach Lichtverhältnissen krisselig und nicht wirklich scharf. Eine neue App soll es nun ermöglichen, die Bildqualität für Zoom, Skype, Teams & Co. zu verbessern, indem sie eine moderne Kamera-Hardware an den Mac anbindet, die viele von uns bereits in der Tasche haben: Die des iPhone.

Camo von Reincubate hat soeben eine Betaphase verlassen. Die App besteht aus zwei Komponenten: Einer Anwendung für den Mac, die die Verbindung zu den Diensten herstellt, sowie ein iPhone-Tool, das die Kameraansteuerung übernimmt. Aktuell arbeitet Camo mit Zoom, Meet, Teams, Skype, Slack, WebEx Teams sowie in Google Chrome. Es ist also nicht notwendig, alle Chats über den Browser ablaufen zu lassen.

Die maximal mögliche Auflösung beträgt 1080p. EIn ständig einblendbares Vorschaufenster zeigt an, wie man vom Gegenüber wahrgenommen wird. Praktischerweise kommt Camo auch mit verschiedenen Editierfunktionen. So kann man Farben, Zoombereich, Helligkeit und Fokus verändern und das Bild außerdem zuschneiden. Das erledigt man über die App auf dem Mac. Die Anbindung erfolgt mittels Lightning-Kabel – man muss also nicht fürchten, dass das WLAN zusammenbricht. Camo kann in einer kostenlosen Version mit eingeschränkten Features verwendet werden. Regulär kostet die Anwendung knapp 40 Euro. Neben dem iPhone werden auch iPads oder iPod touch als Kamera unterstützt.

Camo ist nicht die einzige Möglichkeit, die Webcam-Darstellung am Mac zu optimieren. So gibt es seit kurzem unter anderem Apps für Fujifilm-Kameras, GoPros sowie Canon-Hardware. Allerdings sind manche dieser Tools nur im Browser nutzbar und nicht für Einzel-Apps wie etwa Teams. Mehr zum Thema alternative Webcams lesen Sie im kommenden Heft 4/2020 von Mac & i. (bsc)